Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 2 (1863)
- Issue
- 3-4 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 245 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
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in. Ueber den ersten Vers der Genesis. 245 Die Frage, ob frTH eine Schöpfung aus Nichts bedeute, zwängt den einfachen biblischen Ausdruck in einen metaphysischen Begriff. Das Werk der Schöpfung ist, nach biblischer Anschauung, ein Wunder, bei dem eine genauere Zergliederung des Begriffs nicht gesucht werden darf. Von einem eigentlichen Chaos kann dabei um so weniger die Rede sein, da die Erde eigentlich schon fertig ist und di^ Wasser nur gesammelt zu werden brauchen, um dieselbe mit Berg und Thal hervortreten zu lassen (1, 9. Ps. 104, 8, vgl. Hupfeld z. St.). Wenn man gewöhnlich annimmt, der Glaube an eine Schöpfung aus Nichts könne nur ein Ergebniß des philosophischen Denkens sein, so beruht dies auf einer falschen Voraussetzung. Der einfachen religiösen Anschauung, die von dem Einen allmächtigen Gotte ausgeht und die ganze sichtbare und unsichtbare Welt als sein Werk betrachtet, liegt dieser Glaube viel näher, als der Gedanke an die bloße Gestaltung eines Urstoffs. Es wäre widersinnig, wenn inan annehmen wollte, daß ein Gott, der Alles durch sein Wort hervorrufen kann, eines Stoffs bedurft hätte. Der höheren Bedeutung des Wortes ברא entspricht auch der Gebrauch desselben in der ersten Schöpfungsgeschichte, bei der überhaupt auf die Wahl der betreffenden Wörter genau zu achten ist. In derselben wird ברא zunächst nur V. 1 gebraucht, dann עשר (von den Pflanzen ותוצא) und hernach von den Thieren des Wassers und den Vögeln, sowie zuletzt von dem Menschen V. 27 wieder יברא Das Wort steht demnach zuerst bei der Schöpfung im Ganzem und außerdem nur, wo das animalisch Lebendige hervortritt, was nicht durch bloße Scheidung und Ausbildung geschieht, und bei dem Menschen als einem Wesen höherer Art. Obwohl die Schöpfung der Thiere und des Menschen nicht als eine neue betrachtet wird (V. 20. 24 und 26), so wird doch ברא aus V. 1 wieder ausgenommen, um auf eine höhere Stufe hinzudeuten (bei den Landthicren steht es nicht, weil vorher schon lebendige Wesen da waren), was um so eher geschehen konnte, da doch im weiteren Sinne alle Dinge von Gott ״geschaffen" wurden?) werde), lautet die ganze Stelle: י וזה דקדוק המלה. ברא שני טעמים (צ״לבא לשני ט׳) זה האחד והשני לא ברה (צ״ל ברא) אתם לחם וזה השני האלף החת ה״א כי כמוהו להברות את דויד כי הנה בבנין הכבד הנוסף אם היה באלף יהיה כמו להבריאכם. ף Das Wort יצר, das gewöhnlich von der Arbeit des Töpfers und in