Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 2 (1863)
- Issue
- 2 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
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144 Recmfione». ebenso dort darin die Veranlassung zur babyl. LA. MD!) mit Waw, Zachar. 13, 7 (S. 131) gefunden, um einen Herrscher nicht als Genossen Gottes zu bezeichnen. Eine auffallende babyl. LA., von der bei keinem Ucbersetzer eine Spur ist und die freilich auch selbst bei den Babyloniern durch das Kcri berichtigt zu sei» scheint, ist ומקולו, und von seiner Stimme, Hos. 4, 12 (S. 131), st. ומקלו, und sein Stab, eine Lesart, die aus Mißvcrständniß des götzendienerischen Gebrauchs hcrzuruhrcn scheint. Sogar ganze Wörter finden sich gcändert; so lesen die Babylon. ישראל für צבאות, Amos 6, 8 (S. 131), und die merkwürdige Thatsache, welche wir in dieser Zeitschr. Bd. I S. 295 nach Ben-Bileam besprochen haben, daß die Babylonier Zachar. 14, 4 die Worte ביום התא gar nicht lesen, finden wir hier S. 131 bestätigt. — Einen ziemlich starken Bestandtheil dieses Buches bildet zum Schluffe — dem dann noch Nachträge und Index folgen — Men- Esra's ״Jeßod Mißpar", das nach drei Handschriften hier vcröffentlicht wird (S. 133 —172). Diese grammatische Abhandlung A. E.'s über die Zahlwörter bietet im Ganzen nicht viel Beachtenswerthes; die zwei wichtigsten Stellen daraus habe ich bereits vor sieben Jahren in Kherem Chemed IX S. 63 f. nach einem Saraval'schen Codex mitgetheilt und erläutert. Auch steht der Inhalt dieser Abhandlung nicht im Entferntesten in Verbindung mit dem Gegenstande unseres Werkes; allein Hr. P. hatte schon früher die Absicht, dieselbe herauszugeben, hatte sie zu dem Zwecke berichtigt und weitläufig commentirt, in die Anmerkungen gelegentlich viele Belehrungen über die babyl. Punctation eingeschaltet, und so hat die Ab- Handlung dadurch einen gewissen Zusammenhang mit dem Buche erhalten. Wir müssen uns nun schon einmal bei Hrn. P. an solche gelegentliche Anknüpfungen gewöhnen, und da sie jedenfalls des Belehrenden viel enthalten, so lassen wir sie uns gefallen. Zu dem Merkwürdigsten darin gehört die Mittheilung S. 142, daß die Babylonier שתים, zwei, mit Chirek lesen, eine Aussprache, die offenbar die grammatisch richtige (zusammengezögen aus שנחים) und Ursprungliche ist, die sich aber im häufigen Gebrauche des Zahlwortes und bei der Aufeinanderfolge zweier Zischbuchstaben abgeschwächt und in die unsrige, wo das Schin vocallos ist, verkürzt hat, während dennoch das Thaw dagessirt blieb, was den Grammatikern so viele Bedenken erregt hat.