Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 1 (1862)
- Issue
- 4 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 297 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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Alte jüdische Lexikographen. 297 über diese Nccension sich weit verbreitende Anzeige in der Zeitschr. d. DMG. XVI, 290 ff. und oben S. 218 f.) find, wie es scheint, dem Vers, nicht bekannt gewesen. Die kurzen Andeutungen, welche der Vers, über einige andere vorsaadianische Grammatiker oder Schrifterklärer giebt, sowie über die sprachwissenschaftlichen Arbeiten Saad.' selbst bieten nichts Neues, interessant hingegen ist eine Notiz, die wir wiederum dem Commentare Ben Bileam's verdanken, über den Zeitgenossen des Saad., über Aaron b. Sergado oder, wie er hier heißt,!סרגאדר. Dieser reiche Kaufmann, der sich auf seine Gelehrsamkeit piguirte, daher lange eine heftige Opposition gegen das Gaonat des S. in Sora unterhielt und dem es dann glückte, die Würde des Gaonats in Pumbeditha zu erlangen, scheint in seiner stolzen Weise als Bibelerklärer neuere Ansichten verworfen und sich mehr den alteren angeschlossen oder auch eigne etwas willkürliche Erklärungen erwählt zu haben. So lernen wir ihn aus den, wenn auch spärlichen Anführungen bei A. E. kennen. Denn er ist es offenbar, der unter den! Namen ״Rosch Jeschibah (oder Gaon) Aaron Ha-Kohcn" bei diesem vorkommt. So sucht er die harte Strafrede Jakob's gegen Simon und Levi (1 Mos. 49, 6. 7) ganz in altem Sinne zu mildern (vgl. meine Urschrift re. S. 370 und 443). Auch Ruben's Abweisung im Segen Mosis (5 Mos. 33, 6, vgl. A. E. zu 1 Mos. 34, 30) will er mit den Alten in ihr Gegentheil umkehren (vgl. Urschrift am zuerst a. O.). In dieser Weise folgt Aaron auch, wie uns B. B. mitthcilt, zu 5 Mos. 21, 12, indem er ועשתה mit ״abschneiden" übersetzt, so daß eben sowohl von den Nägeln wie von den Haaren ein Theil abgenommen werde, gegen Akiba und das Thargum des Oukelos — deren Autorität B. B. maßgebend ist —, der älteren Auffassung (vgl. Urschrift S. 472 f.). Andere mehr willkürliche Erklarungen führt A. E. von ihm au zu 2 Mos. 36, 15 ff. (in der kürzeren Reccnsion) und 3 Mos. 18, 6. Er ist auch sicherlich der Gaon Aaren Ha-Kohen b. Joseph, von dem sich ein (oder mehrere) Gutachten in Raschi's Pardes f. 266. ff. findet, und welches ganz das Gepräge seines stolzen Selbstgefühls an sich trägt. Der Verf. gelangt nun zu einem Lexikographen, der bis vor Kurzem ganz unbekannt, erst durch Pinsker neuerdings in die Literaturgeschichtc cingeführt worden ist, und den nun auch Hr. N. im Stande ist, uns genauer bekannt zu machen. David b. Abraham ist dieser Lexikograph, dessen Werk P. durch den Karä'er Firkowitsch