Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 1 (1862)
- Issue
- 4 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 294 (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2420973-2420974-2420978--0302-2421463- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
294 Journal-Nevue. indem er die Worte ״ein Land n. s. w." in Verbindung setzt mit dem Schlüsse von V. 1: zu thun im Lande, wohin ihr zieht es in Besitz zu nehmen, und damit ist eng verbunden: wie Gott, der Gott Deiner Väter, Dir zugesagt, ein Land, das von Milch und Honig stießt. Wir haben es jedenfalls in dem letzten Theile der angeführten Worte Ben-Bileam's lediglich mit einer Erklärung zu thun, die dieser in eigenem Namen giebt, nicht aber mit einer abweichenden Lesart der Maarbae (die wir dann auch in unserem, stets den Maarbae folgenden Texte haben müßten). Hr. N. jedoch deutet die Stelle von כלכזא אתבתה אלאולון an in diesem Sinne, indem er die genannten drei Worte unrichtig herunter bezieht und sie, so wie die Worte 1"D בהנחסק sprachwidrig übersetzt, nämlich: Ainsi, par exemple, 166 premiers 6011t partis de Tidee que 168 mots ,א7 ז7 ה׳ ו, qui 86 trouvent a la fin du verset /8011 116 ,71 יt poiut a leur plaee etc. Aber selbst nach dieser falschen Erklärung wüßte ich nicht, wie aus der Stelle geschlossen werden könnte, daß Ben- Ascher und Ben-Nafthali auch über mehr als untergeordnete Punkte der Vocalisation und Accentuation streitig gewesen, da in Beziehung auf die Worte selbst blos von Abweichungen der Mad. und Maarb. die Rede ist. Wenn Ben-Bileam auch die Abweichungen des B. A. und B. N. als überliefert und zwar aus verschiedenen ihnen vorliegenden Codices von ihnen ausgenommen bezeichnet, so ist diese Ansicht ebenso auf die Punctation anwendbar wie auf den Text selbst. Umgekehrt aber erwähnt gerade deshalb Saad. die Verschiedenheiten zwischen B. A. und B. N. nicht; diese Pnuctations-Varianten, als untergeordnete, führt er keineswegs auf eine doppelte Offenbarung zurück, sondern betrachtet sie als Folge verschiedener Vocalisationssysteme, die ihm sehr wohl bekannt waren. Also nicht deshalb übergeht S. diese Maßorethen-Schulen, weil, wie Hr. N. in einer Anmerkung sagt, 668 deux massorethes etaient posterieurs a S. so daß er auch beide ״gegen Ende des 10. Jahrh." leben läßt; vielmehr führt S. selbst, wie wir von Dunasch in der von Luzzatto in Beth Ha-Ozar S. Mb angeführten Stelle erfahren, den Ben-Ascher an, und dieser wie sein Nebenbuhler B. N., müssen spätestens am Anfänge des 10. Jahrh. gelebt haben. Abgesehen hiervon, sind wir Herrn N. für die Mittheilung dieser wichtigen Stelle aus B. B. sehr zu Dank verpflichtet. Wir lernen aus ihr eine sehr merkwürdige Differenz zwischen den Maarb. und Mad. kennen, deren nirgends sonst bestimmt erwähnt ist, näm-