Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 1 (1862)
- Issue
- 4 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 291 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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Alte jüdische Lerikographen 291 gicfct »nd l'loS die rccipirtc Aussprache entscheidend für die Auffassung der Stelle ist. son-ie daß <3 Mos. 12, 5) שבעים (-,U'ci Wochcn), nicht 70) שבעים) zu lesen sei, 2) כהלב Mos. 23. 19) בהלב (in der Milch) und nicht כהלם (im Fette, vgl. Sanhedrin 48.). Diese nüchterne Verweisung auf die rccipirtc Aussprache׳, welche Miß- Verständnisse beseitigt, gab der späteren deutungssüchtigen Gemara Veranlassung, auch die andere Seite hervorzuheben und in der beliebigen rnöglichen Aussprache, welche die nackten Consonanten annehmen könnten, auch eine Quelle für mancherlei Deutungen und gesetzliche Bestinnuungcn aufzusuchen. Dieses Verfahren bezcichnete sie dann in! Gcgcnsatzc zu יש אם לשכ^הא mit יש אם ל«םוהה. womit dann dcr nackte Consonanten text gemeint ist. Eigentlich aber bedeutet schon in der ältesten Zeit die Ueberlieferung über die Gestalt des Textes, sowohl über die volle und mangelhafte Schreibart, als auch über sonst angebrachte Zeichen, wie offene und geschlossene Paraschen, oben mit Punkten versehene, schwebende Buchstaben, die Haken, welche die Versetzung einer Stelle angeben u. dgl., und es werden Vocalisation und Accentuation nur deshalb nicht mit darunter begriffen, weil sie damals noch nicht durch Zeichen ausgedrückt waren. Später umfaßte die Maßorah auch diese mit. Während der Verf. nun die Untersuchung über die Zeit, wann die Vocalzeichen festgestellt worden, nicht führen will, bemerkt er, daß schon Zeitgenossen des Saadias Gaon rnaßorethische Sammlungen, namentlich auch das Buch אכלה ואכלה, erwähnen, wie es auch der spätere Joseph b. Jehudah b. Aknin in seiner ״Heilkunst der Seele" zum Unterrichte empfiehlt. Dieses maßorethische Buch ist kein anderes als das, welches bei uns am Ende der großen rabbinischeu Bibeln als große alfabethische Maßorah gedruckt ist und auch N. finalis genannt wird, und trägt es seinen Namen von seinem ursprünglichen Anfänge, nämlich einer Zusammenstellung von Wörtern, welche mit Alef beginnend, blos einmal Vorkommen und dann noch einmal mit voransgehcndem Waw wic אכלה (I Sam. I, 9) und 1) ואכלה Mos. 27. 15). Mit dieser Zusammenstellung hatte eben ursprünglich und so wohl noch Ln alten Handschriften die zusammenfassende alfabethische Maßorah begönnen, während Jakob ben Chajim, nach dessen Anordnung sie uns gedruckt vorliegt, einige andere solche Reihen vorausgeschickt hat. Der Verfasser giebt dabei die interessante Notiz, daß Herr D1\ Derenbourg in der dortigen kaiserlichen Bibliothek, ancien fonds