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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1862-01-01 · 3 (1862) · p. Seite 233

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
1 (1862)
Issue
3 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 233 (sequence 69)
Language
German
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Schlachtregeln in arab. Sprache. 233 geistige Einöde verwandle, in welcher nur noch die spärlichen Oasen des Scharfsinnes in Distinctionen und Subdistinctionen die unverwüstliche Macht des Gedankens bekunden? Die Antwort liegt freilich eben so nahe, daß jede einseitige Ausspinnung des Gesetzes ohne sichtlichen Zusammenhang mit den innersten Triebfedern des Geistes und ohne den belebenden Hauch allgemeiner Cultur zu solchen Erscheinungen führe, wie sie die jüdische Halacha nicht allein, wenn auch in ziemlichem Umfange aufzuweisen hat, entsprechend der durch äußere Schicksale verkümmerten Bildung und dem innern Drange nach geistiger Thätigkeit. - Wenn andererseits die strenge Wissenschaft das engere Festhalten der stofflichen Grenzen verlangt, und das weite Ausholen der Monographien von gar zu allgemeinen Gesichtspunkten, das Beginnen jeder Untersuchung von dem ersten Menschenpaare, weitschweifige Excurse in Grenzgebiete, herbcigeschleppte Anführungen aus allen Kreisen der Literarur, — wie sie aus der morgenländischen Scholastik sich bis auf sehr späte Ausläufer verfolgen lassen, — als gelehrten Plunder bei Seite schafft: so wird mau doch auf dem Gebiete des Ceremonialgesctzes mit mehr Interesse selbst diesen Durchbrüchen eines Vernunftbedürfnisses, auch in ihren pedantischen Verirrungen, folgen, als jener Versandung des geistigen Springguells. Schon von diesem kulturhistorischen Gesichtspunkte aus verdient eine im Ganzen fast unbekannte Monographie welche in ihrer Form kaum etwas zu wünschen übrig läßt, eine kurze, Schilderung; noch mehr aber wegen des darin enthaltenen literaturgeschichtlichen Materials, aus welchem nur wenige Anführungen bis jetzt vcrwerthct worden. Ich theilc demnach diese Notiz in zwei Paragraphe, deren erster das Werk als Ganzes, der zweite einzelne Punkte selbstständig in's Auge faßt, wobei ich freilich von vornherein bemerken muß, daß ich nur von Excerpten ansgehen kann, die ich vor mehr als zehn Jahren aus den Handschriften in Oxford gemacht, und daß ich für jetzt kein Mittel habe, dieselben zu ergäuzcn. Zunächst noch ein Wort über diese HS. selbst. Sic bildet einen Theil des Cod. Huntingdon 345, worüber aus Uri 294, wie nicht selten, beinahe noch weniger zu erfahren ist, als aus der kurzen Mittheilung Gagnier's bei Wolf (II, 1434 n. 679 ס׳ על שחיטה ). Den Codex, wie manchen andern arabischen, besaß einst Musa ben Jakob Aliiiohssiii (אלמהסן). Unstr Work ist auf 21« Bl. in 8» mit etwas plumper alter morgenländischer Cursiv geschrieben, und

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