Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 1 (1862)
- Issue
- 3 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 68)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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232 Journal-Revue. eine durchaus jüdische, vorzugsweise sepharadische. Sie mag zum großen Theil ein Familieucrbe gewesen sein, allein es sind doch auch Bücher neuesten Datums darunter. Besonders interessant ist die Sammlung von Bildnissen; außer von einigen christlichen Orientalisten enthält sie blos Bildnisse von Nabbinen, namentlich der sepharadischen Gemeinde. Wenn neben Aboab, Aclyon, Asser, Benavente, Cardozo, Hertzveld, Lehmans, Löweustam, Menasseh ben Israels (3 Male), Mendelssohn, Nathan Levi aus Gaza, Sabetha Scbi (3 Büsten), Salem 11. A. acht Bildnisse von Spinoza sich finden, so war es nicht die geistige Verwandtschaft, die Verehrung für den Philosophen, die da Costa zu Spinoza hinzog, sondern der Umstand, daß Spinoza ein berühmter Sepharade war. Die Betrachtung eines solchen Lebens enthält für die Inden im Allgemeinen, besonders aber für die sepharadischen Gemeinden eine sehr ernste Mahnung. Wollen sie den ihnen gebührenden Einfluß sich bewahren, so müssen sie mit ihrem reichen Schatze aus der Vergangenheit unbefangen in die Entwickelung der Zeit eingehen und so diesen Schatz verwerthen; wollen sie hingegen an der Erinnerung zehren und hartnäckig an dem zeitlich Gewordenen festhalten, so werden sie von der fortschreitenden Zeit verschlungen und zertrümmert. 8. Februar. Schlachtregeln in arabischer Sprache. (XII. Jahrhundert.) Notiz von M. Steinschneider. Wer aus dem halben Hundert und darüber der Bearbeitungen des Compendium von Jakob Weil (XV. Jh.) über das Schlachten der Thiere das erste beste herausgreift und durchlieft, der wird leicht zu der Frage gedrängt: Wie ist es möglich, daß ein einfaches, der Empfindung des Menschen naheliegendes Gesetz sich zuletzt in eine