Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 1 (1862)
- Issue
- 3 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Levy Jüd. Münzen. 203 ten dürfen; es ist eine Münze, die einer bestimmten Anzahl kleinerer vorausgesetzter Münzen entspricht. Jedoch mag auch Dies blos der Ausdruck dafür sein, daß die Münze einer Zahl anderer Werthgegenstände oder Gewichte entspricht, wie auch der Schekel als 20 Gerat) enthaltend bezeichnet wird, ohne daß die Gerat) eine Münze ist. ״Maneh" ist dem Hebräer daher auch der Münzfuß, und das will Ezechiel in der vielbesprochenen Stelle sagen, wenn er, nach Feststellung der Maßgewichte, nach denen bei erlangtem Wiederbesitze des Landes verkehrt werden soll, hinzufügt: Der Schekel (sei) Zwanzig Gerat); zwanzig Schekel, fünf und zwanzig Schekel, zehn und fünf*) Schekel sei euch das Manet) (40, 12), d. h. vier verschiedene Münzansprä'gungen sollen gelten, wahrscheinlich um mit Beibehaltung des ä'chthebra'ischen Schekel seine Zusammensetzung den fremdländischen geltenden Münzen entsprechend zu machen. Das Verhältniß zwischen Schekel und Maneh mußte natürlich ein sehr schwankendes sein bei den wechselnden Werthen des Geldes im Allgemeinen und namentlich bei dem mannichfachen Wechsel der herrschenden Volker; daher auch die Schwierigfeiten, die die abweichenden Aussprüche darüber in den Weg legen. Eine dritte Münzbezeichnung, die offenbar auch den Babyloniern angehört und von ihnen bei den späteren Juden Eingang fand, ist bis jetzt sowohl bei diesen als bei jenen blos ein Mal aufgefunden, steht aber dennoch durch diese vereinzelten Beispiele fest, und erklärt ein anderes Wort, durch das sie selbst bestätigt wird. Die Mischnah spricht nämlich an zwei gleichlautenden Stellen (Masher scheni 2, 0. Edujoth 1, 10) von einer kleinen Silbermünze, die, wie es scheint, den fünften Theil eines Sela — der zwei Schekel gleicht — oder % Denar beträgt, sie heißt ׳אספר Asper oder Ospar oder wie cs sonst zu vocalisiren ist. Von ihr spricht dort Tarfon, ein Lehrer, der ein Zeitgenosse Ben-Kosiba's war, sonst kommt sie nicht vor; offenbar war sic damals eine verbreitete kleine Silbermünze**). Auch *) So ist עשרה וחמשה zu nehmen, nicht 15, sondern 10 und 5, wie ich (nach Aben Esra im handschr. Jeßod Mißpar) in Kherem chemed IX. S. 03 f. gezeigt habe. **) Die Stelle heißt: הפורט סלע של מעשר שני בירושלים, בית שמאי אומרים בכל הסלע מעות, ובית הלל אזמרים בשקל כסף ובשקל מעות, הדנים לפני חכמים אומרים בשלשה דינרים כסף ובדינר מעות, ר״ע אומר בשלשה דינרים כסף וברביעית מעות, ורבי טרפון אומר ארבעה אספרי כסף. Die Frage ist demnach, welchen Theil des mitgebrachten Sela man in Je-