Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 1 (1862)
- Issue
- 3 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 183 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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u. Die Sethitentafel. 183 ursprünglich diese Zahlen der Hunderte ganz entbehrten, daß der Bericht lautete, Jered habe zu 62, Meth. zu 67, Lemech zu 88 I. gezeugt, um dieses Hundert hingegen das spätere Lebensalter höher war, also Jered noch 900, Meth. noch 902 und Lemech mindestens eine 600 übersteigende Zahl nachher lebte. Hiernach aber hätten alle drei die F'luth um ein Bedeutendes überlebt! Das war nun der Anstoß und der Antrieb zu Aenderungen, die nach zwei verschiedenen Seiten hin angebracht werden konnten. Die eine Art bestand darin, daß man den Jahren vor der Zeugung ein Hundert zulegte, das man den Jahren nachher abzog. So machte es unser Text bei den drei Stammvätern, welche die Schwierigkeit verursachten. Zwar war die Aenderung, wenn sie einmal bei Meth. und Lemech vorgenommen war, bei Jered nicht mehr nöthig, da selbst seine 900 Jahre dann nicht mehr die Fluth erreichten; allein da der ungeänderte Text die Schwierigkeit bei allen Dreien ergab, änderte man auch ohne viel Bedenken bei allen. Dasselbe Verfahren wurde für den Text cingcschlagen, dem die 70 folgten, nur daß man sämmtliche Zahlen auch bei den vorhergehenden Stammvätern, selbst bei Chanoch, nach demselben Principe änderte, zwar ohne Nöthigung, aber um eine größere Gleichmäßigkeit in die Liste zu bringen. Der zweite Weg war, daß man die Jahreszahlen für die Zeit vor der Zeugung beließ, aber die Jahre nachher nach Bedürfniß abkürzte, und so verfuhr der Text des Samaritaners. Hiermit wären nun die Verschiedenheiten für Jered und Meth. vollständig erklärt, nur für Lemech bleiben noch einige nicht auf ihre Veranlassung zurückgeführte Differenzen. Hier, wo alle drei Zahlen in den drei verschiedenen Necensionen auseinander gehen, ist kaum eine Handhabe gegeben für die Herstellung des ursprünglichen Textes, umsomehr aber spricht dieser Umstand dafür, daß je näher ein Geschlecht der Fluth war, um so größer die Schwierigkeit war, wie wir auch bei dem, dem Lemech vorangehenden, Meth. sehen, daß der Unterschied zwischen unserem Texte und den 70 sich auf zwei Zahlen erstreckt. Als wahrscheinlich festzuhallen stellen sich die Einer und Zehner in der Zahl der Gesammtlebensjahre L.'s heraus als 53, die sich dort bei 70 wie Sam. finden, hingegen spricht der Umstand, daß unser Text im Ganzen 777 hat, dafür, daß ursprünglich die Zahl mehr als 753 angab, und wir dürfen wohl wenigstens 853 annehmen, und zwar indem deren Einthcilung in 88 und 765 bestand. Diese nun, die 600 Jahre Noah's beim Einbrechcn der Fluth übersteigend, mußten