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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1862-01-01 · 2 (1862) · p. Seite 163

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
1 (1862)
Issue
2 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 163 (sequence 79)
Language
German
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Erklärung. 163 freisinnige christliche Theologie. Dies ist die historische Nothwendigkeit, die sic immer nach kurzen Siegen wieder so erschütternd niedcrwirft. 25. Dec. 1861. Erklärung. Von Herrn Jsaac M. Wise, Rabbiner zu Cincinnati (Ohio, Nordamerika), Nedaeteur des Jsraelite und der Dcborah, ist folgender Aufruf an den Unterzeichneten gelangt: נבלה עשה בישראל An die Hochw. Herren Nabbinen und die Wohlgebornen Herren Nedacteure und Herausgeber jüdischer Zeitschriften in Europa. Hochgeehrte Herren Collegen! Jnl Namen der Humanität und speciell im Namen eines betrogenen Weibes (^M) wende ich mich vertrauensvoll an die hervorragenden Männer in Israel mit nachfolgender Bitte, der ich aber folgende aus hundert ähnlichen Fällen vorliegende Thatsache zu besterem Verständniß vorausschickcn muß. Die Wittwe Harri et Silbermann ans Chicago, im Staate Illinois, in den Vereinigten Staaten von Nordamerika (היה בת נסתלי דמתקריא הירצל) vermählte sich am 28. ALar 5618 A. M. mit einem Manne, genannt Adolph Unger, 6הה^ p אברה□ נתן) der vorgab, aus Slavonien zu sein, wahrscheinlich aber aus dem Herzogthnm Posen ist. Derselbe wohnte bei der genannten Frau, (lebte aber nie ehelich mit ihr,) bis ungefähr den 8. Jjar desselben Jahres, dann verließ er sie und nahm mit sich Waaren nebst einer goldenen mit Diamanten besetzten Uhr im Werthe von 500 Dollars von der Frau, und schrieb ihr vom Schisse, das ihn über den Ocean bringen sollte, daß er nach Slavonien zurückreise und nie wieder zurückkehren wolle. Wahrscheinlich aber ist er nach dem Herzogthum Posen gegangen, wo er ebenfalls eine Frau schon früher gehabt haben soll, also außer 'הידר׳ ג lastet auch das Verbrechen der Bigamie auf dem genannten Adolph Unger. Besagte Frau Harrtet Silbermann wurde dem Staatsgesetze gemä'ß von ihrem betrügerischen Gatten geschieden und zwar von der dazu autorisirten Behörde. Da sie aber nicht nach dem jüdischen Gesetze geschieden ist, verweigert man ihr natürlich die jüdische

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