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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1862-01-01 · 2 (1862) · p. Seite 152

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
1 (1862)
Issue
2 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 152 (sequence 68)
Language
German
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152 Journal-Nevue. von bcn 72 Alten empfangen am Tage da sic Elicser ben Asariah (zum Gegenpatriarchen) eingesetzt, daß beide kanonisch seien, worauf Akiba den Gedanken an einen Streit über das HL., das ein allerheiligstes Buch sei, entschieden abweist und einen solchen nur etwa von Koheleth gelten läßt, während Jochanan ben Josna, Sohnes des Schwiegervaters von Mba dem Ben-Assai beistimmt, beide Bücher seien streitig gewesen, beide dann in entscheidender Versammlang als kanonisch verkündigt worden. In der Thoßeftha (das. c. 2, angeführt dabyl. Megillah 7a) wird hinzugefügt, Simon ben Menaßja behaupte, das HL. sei wohl durch den heiligen Geist niedergeschrieben, Koheleth aber verdanke seinen Ursprung nur Salomo's eigener Weisheit. In der bab. Gcmara Schabbath 30a ruft ein Redner zuerst dem Salomo in Bezug auf Koheleth zu: Wo ist Deine Weisheit, wo Deine Einsicht? Nicht genug, daß Deine Worte denen Deines Vaters David widersprechen, sie widersprechen einander selbst, und die angeführten Widersprüche werden dann aggadisch ausgeglichen, dann aber wird weiter berichtet, die Weisen hätten Koheleth zum Apokryphen machen wollen, weil es in sich Widersprüche enthalte, sie hätten es aber unterlassen, weil sein Anfang und sein Ende beherzigenswerth sei"), und werden dann sowohl die Widersprüche als deren Lösung aufgesucht. Auch der Midrasch wiederholt die Bedenken gegen einzelne Stellen in Koheleth und die Nachricht, man habe ihn beseitigen wollen, so Wajikra rabba c. 28 nach den Einen wegen 1, 3, wo es heißt: Was bleibt dem Menschen von all seinem Mühen, also auch von seiner religiösen That? Nach den Andcrn wegen 11,0: Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend und laß dein Herz dir gut thun in deinen Jünglingsj'ahren und gehe nach den Wegen deines Herzens und nach dem Blicke deiner Augen, das seien ketzerisch klingende Worte, als gebe es keine Vergeltung; doch habe sie der Schluß des V.: doch wisse, daß um alles Dieses dich Gott in's Gericht bringen wird, beruhigt. Dies wiederholt Koheleth rabba z. St., und bereits Schabbath 63b wird die Deutung dieser Stelle versucht. Endlich heißt es in den Aboth Nathan's c. 1, man *) Ebenso führt Hieronymus im Namen der Juden an (ajimt Hebraei), das Buch habe verdient wegen seiner Erklärung, daß alle Schöpfung Gottes eitel sei und man sich lediglich an den Sinnesgenuß zu halten habe, ausgestrichen zu werden, doch habe es durch den Schluß, der zur Gottesfurcht ermahnt, sein Rnsehn sich bewahrt.

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