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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1862-01-01 · 2 (1862) · p. Seite 135

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
1 (1862)
Issue
2 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 135 (sequence 51)
Language
German
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Popper: StiftshütLe. 135 des zweiten Tempels des Genusses der beim Opferthiere darzubringenden Fettstücke im Allgemeinen, aber in Betreff des Fettschwanzes beim Schafe waren die Meinungen getheilt. Die Pharisäer wollen diesen, wenn er auch vom Opferthiere dargebracht wird, nicht als Fetttheil betrachtet wissen und daher auch im Gewöhnlichen nicht als verboten zum Genüsse; deshalb theilen sse in den Bibelstellen gewaltsam den Fettschwanz immer von den Fcttstücken ab, und danach sind die Correcturen unseres Textes. Samaritaner (, Sadducäer) und Karäer hingegen blieben beim Wortstnne und beim ursprünglichen Texte. Daß dies der Verf. nicht erkannt, wundert mich umsomehr, als das Wesentliche hierüber schon in meiner ״Urschrift" (S. 467 ff. vgl. S. 380 f.) bemerkt ist. Wir haben oben gehört, daß der Hr. Verf. den Bericht über die Anfertigung der Pricstcrkleider und der Priesterweihe (2 Mos. 39, 1—40 und 3 Mos. Cap. 8) zwar auch als Product der Rcdaction, aber doch als früher abgeschlossen betrachtet, während der Bericht über die Ausführung des Zeltes und der Geräthe (2 Mos. 36, 8—39, 26) noch später erst feste Gestalt erlangte. Er findet Dies in dem mehr selbstständigen Charakter der Darstellung, den die erstgenannten Stücke an sich tragen, in der blos bei ihnen üblichen konstanten Formel כאשר צוה ה׳ את משה und in deren treuer Wiedergäbe durch die griechische Uebersetzung bestätigt. Was jedoch die Veranlassung gewesen, gerade diesen Theil schon früher nochmals zu bearbeiten und den im Befehle vorangegangenen damit zusammen- Hangenden über Zelt und Geräthe zurückzulassen — diese Frage wirft der Verf. nicht auf und giebt auch keine Andeutung für deren Beantwortung. Auch die Erklärung, warum gerade hier so entschieden und so oft wiederholt wird: wie Gott dem Moses befohlen, welche der Verf. S. 147 giebt, ist künstlich und schielend. ״Man steht daraus, sagt er, es ist dem Ueberarbciter noch gar nicht das Bewußtsein seiner Subjectivität, die Unterscheidung seiner Person als einer fremden, dem Verfasser des Originals gegenüber, aufgegangen. Er glaubt nichts Eigenes zu schreiben; er weiß nichts von einer Absicht, von einer bcsondcrn Tendenz seiner Zuthat, er zweifelt auch noch nicht im Mindesten an seiner Berechtigung dazu, er ist sich des Verfänglichen seiner Arbeit nicht im Entferntesten bewußt, er hat keinen Begriff davon, daß ihm diese Ergänzung der Darstellung als eine Fälschung oder Interpolation des Textes zur Last gelegt werden könnte, weil er überhaupt nach dieser Seite hin nicht reftectirt und 10*

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