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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1862-01-01 · 2 (1862) · p. Seite 129

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
1 (1862)
Issue
2 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 129 (sequence 45)
Language
German
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Popper: Stiftshütte. 129 wird, und die wir für so überzeugend halten, daß wir kaum von irgend einer Seite her eine begründete Einwendung dagegen crwarten. Wohl dürste hingegen auf manchen Punkt tiefer eingegange nwerden, mancher Grundsatz eine umfassendere Anwendung finden, was aber Hrn. Popper's Anregung nur um so fruchtbarer erscheinen läßt. Versuchen wir einige derartige Bemerkungen anzuknüpfen. Der Vcrf. ward zuerst von der wörtlichen Wiederholung über die Wahl Bezalel's betroffen, indem was ein Mal (31, 1 ff.) dem Moses von Gott verkündet wird, das andere Mal möglichst mit denselben Worten den Israeliten von Moses berichtet wird (35, 30 ff.). Daß der C'rgänzer in seiner Abschrift jedoch sich auch hier verrathcn hat, finde ich von Herrn P. nicht bemerkt; Dies ist aber wohl der Fall. Entsprechend dem לאל, das Gott in der Anrede an Moses gebraucht 31, 2, läßt die Ergänzung nämlich Moses die Kinder Jsracl's mit דאו anreden 35, 30. Allein לאח wird, wenn es nicht eine Aufforderung zum Sehen, sondern eine Ausrufpartikel ist, auch bei der Anrede an Mehrere nicht in den Plural gesetzt, man dergleiche nur 5 Mos. 1, 8. 4, 5. 11, 26, gerade wie הבלי, wenn es nicht zum wirklichen Geben auffordert und unserer Partikel: wohlan! entspricht 1 Mos. 11, 3. 4. 7. 2 Mos. 1, 10. Auch hier würde demnach nach dem ursprünglichen Geiste der Sprache Moses zu Israel sagen müssen: Siehe (לאל), Gott hat mit Namen gerufen den Belzalcl re. Allein die spätere Sprache, die in ihrer Unlebendigkeit correcter zu sein glaubte, setzt in solchen Fällen dennoch den Pl. }לא, in welches wirklich der Samar. das לאל in 5 Mos. 1, 8. 4, 5 corrigirt, und auch unser Ergänzer gebraucht dieselbe sprachwidrige Form und sagt: sehet, Gott hat rc.! Dieses }לא finden wir nun noch in Josua 8, 4. 8. 23, 4, und man ersieht hieraus, wie wenig richtig es ist, Josua mit dem Deuteronomiker in die engste Verbindung zu setzen. Bleiben wir jedoch bei dem Pentateuch, so wirft die eben gemachte Bemerkung ein überraschendes Licht auf eine andere Stelle. Das Weib Potiphar's, wird uns 1 Mos. 39, 7 ff. berichtet, wirft ein lüsternes Auge aus Joseph, der ihren Anträgen widersteht; einst, ״da keiner von denLeuten des Hauses da im Hauseist" (V. 11), erneut sie ihren Antrag, ergreift den Joseph, er entflieht mit Zurücklaffung seines Gewandes. Als sie Dies gewahrt, ruft sie ״ihre Hausleute" (V. 14) und klagt Joseph an, er habe sie zur Sünde nöthigen wollen

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