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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1862-01-01 · 2 (1862) · p. Seite 118

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
1 (1862)
Issue
2 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 118 (sequence 34)
Language
German
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118 in. Die Semitentafel. geschwunden, die Annahme selbst aber, als herkömmlich geworden, stehen geblieben, gerade wie wir ein Aehnlichcs bei einer andern Gelegenhcit, nämlich bei dem Verhältnisse des Er zur Thamar,«׳. oben S. 30 f. kennen gelernt haben* **)). Merkwürdiger Weise entsteht auch hier, gerade wie in dem angeführten Falle, mit der überlieferten Annahme, die früher wohl begründet war, nun aber blos als herkömmlich festgehalten worden, eine neue Schwierigkeit. War der Thurmbau bei dem Lebensende Pelcg's unternommen, so lebte schon Abraham um diese Zeit, da von der Geburt Ren's bis zur scinigen blos (32 -4- 30 -1- 29 •4- 70 =) 161 Jahre vergangen sind, Pcleg aber nach der Geburt Rcu's noch 209 Jahre lebte, Abraham also zur Zeit des Thurmbaues 48 Jahre alt gewesen wäre. Sollte Abraham wirklich als dabei mitbetheiligt gedacht werden können? Dies erweckte gewiß bei Vielen ein gerechtes Bedenken, und sie nahmen keinen Anstand, geradeso wie sie für Noah die Geburt Arpachschad's von 2 nach der Flnth ans 12 rückten, auch hier, wo cs sich auch blos um 48 Jahre handelte, ein Heilmittel in einer einzelnen Correctur zu suchen. Eine solche fand sich auch leicht. War auch bei Allen die Zeit der Zengung gegen das 30. Jahr, so zeugte doch Therach erst zu 70; konnte man nun nicht seinem Vater Nachor die Zahl 48 oder in runder Summe 50 — so daß blos die Zehner und nicht auch die Einer geändert werden mußten — zulegen? Man setzte für Nachor 79 Jahre, als er Therach zeugte, und Abraham ward erst 2 Jahre nach dem Thurmbau geboren. In dieser Zahl stimmen 70 — die nach der einen Lesart noch wie sonst ein Jahrhundert hinzufügen'") *) Die Worte im S. O. lauten: ... נח חיה אחר הפלגה עשר שנים א״ר יוסי נביא גדול היה עבר שקרא שם בנו פלג ברוח הקדש שנ׳כי בימיו נפלגה הארץ וגו׳, אם בתחילת ימיו והלא יקטן אחיו היה קטן ממנו והוליד י״ג משפחות ונתפלגו,אם באמצע ימיו והלא לא באה לסתום אלא לפרש ,הא אינו או׳ כי בימיו נפלגה אלא בסוף ימיו. Daß diese Beweisführung eine später zu einer feststehenden Annahme, deren Begründung man jedoch nicht mehr kannte, künstlich erfundene und Nichts beweisende ist, sieht ein Jeder ein. Auch Hieronymus sagt von Eber, er habe seinen Sohn Peleg genannt vaticinio quodarn, über in diebus ejus spricht er sich jedoch nicht näher aus. **) Daß übrigens 79 die richtigere Lck. bei den 7V ist, beweist der oben angeführte Demetrius. Er zählt von der Sündfluth bis zum Einzuge der

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