Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 1 (1862)
- Issue
- 2 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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iii. Die Cemitentafel. 117 am Ende seiner Tage bedeuten. Freilich nennt ihn sein Vater Eber deshalb Peleg, was doch offenbar bei seiner Geburt geschehen mußte; allein;Eber konnte Dies in prophetischem Geiste thun. Auf diese Weise wären von der Fluth bis zum Thurmbau (2 35 ־+־ h- 30 340 (־= 209 30 34 ־+־ Jahre verflossen, das stimmte bis auf ein Jahrzehent mit dem Leben Noah's nach der Fluth. Und ohne an dem Lebensalter irgend eines der Stammväter etwas zu ändern, ließen sich die 10 Jahre unterbringen; man brauchte blos Arpachschad nicht 2, sondern 12 Jahre nach der Fluth geboren werden zu lassen*). Diesen Ausweg ergriffen sicher Andere in der alten Zeit, und daraus ist er in Josephus eingedrungen. Für seine Angäbe sind diese 10 Jahre ganz ohne Einfluß, da er mit den 70 und dem Samar. die Jahre vor der Geburt um je 100 Jahre vermehrt; allein eine solche Correctur hatte sich in anderen und gerade in seineu, den palästinensisch-jüdischen Kreisen geltend gemacht, und er nahm sie ohne Bedenken mit auf. — Freilich erhielt sich auch diese Correctur nicht, man hielt am ursprünglichen Texte fest und ließ es sich lieber gefallen, daß auch Noah beim Thurmbaue noch am Leben war; dennoch erhielt sich die Annahme, daß der Thurmbau am Ende der Lebenszeit Peleg's stattfand. So die Tradition nach Vorgang des Sedcr Olam c. 1. Sie läßt Noah beim Thurmbaue 10 Jahre noch leben, indem sie diesen an das Lebensende des Peleg setzt, und erklärt Eber für einen großen Propheten, daß er seinen Sohn wegen der erst in dessen Lebensende treffenden Zerstreuung über die Erde Peleg nannte. Für diese Zeitbestimmung hat sie von ihrem Standpunkte aus durchaus keinen Anhalt, sie sucht vergeblich nach einem solchen; sie folgt vielmehr unbewußt dem älteren Lösungsversuche, der mit Hinzunahme der Correctur der 2 Jahre nach der Fluth in 12 dadurch Noah von der Anwesenheit bei dem Thurmbaue ausschließt. Das Motiv der Annahme ist mit Aufgebung der Correctur *) Demnach war Sem allerdings nicht der älteste Sohn Noah's, da dieser schon zu 500 Jahren Kinder zeugt und dann noch 100 Jahre bis zur Fluth lebt. In der That ist auch nach den Worten der Schrift (10, 21) nicht ganz sicher, ob Sem der Erstgeborene ist, und Bereschith rabba c. 37 stellt es geradezu in Abrede, weil auch schon die 2 Jahre nach der Fluth hinderlich sind. Abu-Said in seinem Scholion zu 11, 10 sucht jedoch Sem als Aeltesten festzuhalten und den Widerspruch zu beseitigen in derselben Art wie Aben Esra zu 10, 21 im Namen einiger Erklärer. Vierteljahrschrist. I. 2. 9