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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1862-01-01 · 2 (1862) · p. Seite 114

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
1 (1862)
Issue
2 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 114 (sequence 30)
Language
German
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114 m. Die Semitentafel. gen in den Theilzahlen festhält, zweitens weil gerade bei unserm Texte weniger Raffinement sich kund gicbt, geringere Berechnung sichtbar ist, um wirklichen oder künstlichen Schwierigkeiten zu begegnen. Gehen wir nunmehr an das Einzelne. Im Allgemeinen sehen wir, daß die Jahre nach der Geburt, daher auch das volle Lebensalter, von Geschlecht zu Geschlecht abnimmt, und nur Eber macht nach unserem Texte und nach einer Lesart bei den 70, sowie auch Thcrach bei uns und den 70 eine Ausnahme. Ebenso hält unser Text darauf, aber darin von den beiden anderen abweichend, daß blos gegen 30 Jahre vor der Geburt des folgenden Geschlechtes verstrichen, und nur Therach macht wiederum hierin eine Ausnahme. Offenbar ist hier die Absicht, beide Lebensabschnitte mit denen der eigentlichen Patriarchen, Abraham, Jsaac und Jacob, die ja alsbald diesen Geschlechtern folgen, in Einklang zu bringen. Wenn das Leben dieser Gottesmänner 180 I. nicht übersteigt, so mußte das der Vorfahren allmälig dieser Zahl angenähcrt werden, und mit dem Eintritte der Zerstreuung der Völker über die Welt, also mit Peleg sollten die Jahre recht auffällig abnehmen. Wenn ferner Abraham zu 100 Jahren auf natürlichem Wege als zeugungsunfähig erscheint, ebenso Sarah zu 90, Rebecca nach 20jähriger Ehe als unfruchtbar gilt, so gehört Dies bereits ganz dem gewöhnlichen Lebensgange einer späteren Zeit an, und man mochte auch die vorausgegangencn Geschlechter nach demselben Maßstabe behandeln; man ließ sie zu der Zeit Kinder bekommen, die die naturgemäße ist. Daß Therach in beiden Beziehungen eine Ausnahme macht, daß er — was der Samaritaner aus andern bald zu erörternden Gründen ändert — 205 Jahre alt, also älter als sein Vater Nachor wird, daß er ferner erst zu 70 Jahren zeugt, rührt daher, daß von I I, 20 an wirklich nicht dem Ergänzcr, sondern einem älteren Berichte angehört. Daß Eber länger lebt, mag wohl für ihn, der, wie oben (S. 113) bemerkt, nächst Sem als eigentlicher Stammvater der Semiten galt, eine besondere Bevorzugung sein*). — Das war ein einfaches System *) Es mag in dem Umstande, daß 70 und Samaritaner in auffallender Weise hierin von unserm Texte abweichen, nicht nur ein Jahrhundert wie sonst, sondern um 00 Jahre, doch eine Andeutung liegen, daß unser Text von seinem sonstigen Standpunkte aus hier eine spätere Correctur einschließt. Diese mag darauf beruhen, daß Eber als derjenige bezeichnet wird, bei dem der 63jährige Jacob 14 Jahre lang geweilt, bevor er nach Haran ging (vgl. oben S. 105); lebte nun Eber blos 370 Jahre nach der Geburt Peleg's,

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