Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1863-01-01 · 1 (1863) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
2 (1863)
Issue
1 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 3 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2420973-2420979-2420980--0335-2421170
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1. Dr. Alexander Haindorf. 3 der Anstalt gereichte es, daß die hiesige Regierung aus ihrer Mitte einen Präsidenten des Vereins ernannte und letzteren alljährlich in den Amtsblättern allen Eingesessenen, und namentlich den Glaubensgenossen aufs Wärmste empfahl und eine Uebersicht des jährlich Geleisteten ebendaselbst nach den Vereinsberichtcn dem Publikum vorlegte. Besonders gewogen zeigte sich dem Vereine der um unsere Provinz so hochverdiente Oberpräsidcnt v. Vincke, der alle Landräthe und Bürgermeister aufforderte, demselben in ihren Bezirken nach Möglichkeit Beförderung angedeihen zu lassen. Allmälig dehnte sich auf Betrieb Haindorf's dessen Wirksamkeit auch über die andern beiden Regier.-Bezirke, Arnsberg und Minden, aus, wo die Regierungen, angeregt durch den diesseitigen Verwaltungsbezirk, den Wünschen und Bestrebungen desselben sich anschlossen, und im Jahre 1834 trat auch die Rheinprovinz dem Vereine bei, so daß derselbe von da ab die beiden westlichen Provinzen Preußens umfaßte. Daß, um zu diesem Ziele zu gelangen, manche Hindernisse, ja selbst Vorurtheile beseitigt werden mußten, läßt sich leicht denken; aber Haindorf horte nicht auf, immer von Neuem gegen sie anzukämpfen und seinem Ziele beharrlich entgegenzusteuern, so daß cs ihm gelang, seiner Anstalt die Anerkennung der Behörden und seiner Glaubensgenossen zu sichern. Welche ungeheuere Arbeit derselbe übernommen hatte, läßt sich leicht ermessen, wenn man bedenkt, daß überall, auch Ln den kleineren Ortschäften, Geschäftsführer ermittelt und ernannt werden mußten, die nicht nur die Sammlungen freiwilliger Gaben übernahmen, sondern auch in Korrespondenz mit dem Vereine standen, betreffs der An- Meldungen von Lehrerzöglingen und Handwerkslehrlingen, welche letzteren sic zum Theil selbst mir Genehmigung des Vereins bei den verschiedenen Meistern unterbrachten, darüber vorher aber Bericht erstatteten und die Entscheidungen des Vereins einholen mußten. Dazu kamen noch die Verhandlungen des Vereins mit den einzelnen Gemeinden über die Anstellung der Schulamts-Kandidaten; desgleichen bei Versetzungen der schon angestellten Lehrer. — Fast beispiellos war die Wirksamkeit und die Ausdehnung des Vereins geworden, und von auswärts, wo man ähnliche Bestrebungen vorhatte, erholte man sich öfters hier Rath, und wurde dem Stifter oft Anerkennung, ja von höchster Stelle, zu Theil. So richtete der im Jahre 1833 zum Präsidenten des Vereins erwählte damalige Regierungs-Assessor, Freiherr v. Bockum-Dolffs, nach seinem Abgänge nach Merseburg, 1835, folgende herzliche Abschiedsworte 1*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.