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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1862-01-01 · 1 (1862) · p. Seite 51

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
1 (1862)
Issue
1 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 51 (sequence 54)
Language
German
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iv. Symmachus. 51 2 Mos. 21, 7, welche von dem zur Sklavin verkauften jüdischen Mädchen gebraucht werden, sind nach der späteren Deutung nicht dahin aufzufassen, daß die Sklavin nicht gleich männlichen jüdischen Sklaven nach sechs Dienstjahren frei werde; sie nimmt vielmehr an, cs sei in dieser Beziehung zwischen beiden Geschlechtern kein Unterschied. Sondern es seien hier unter □עבדי kanaanitische Sklaven und Sklavinnen zu verstehen, und der Sinn sei, sie werde nicht etwa erst dann frei, wenn der Herr ihr ein Glied beschädigt habe, wie Dies bei kanaanitischeu Sklaven beiderlei Geschlechts der Fall ist. So Mechiltha z. St. (vgl. bab. Kidduschin '16a und 20a): לא תצא בראשי איברים כדרך שהכנענים יוצאים (vergl. Pseudo-Ion.), und deshalb übersetzt Symm. das העברים adjectivisch, um beide Geschlechter darin ausdrücken zu können: ov n^oeXsvGexai 7tQ08XsvGtv SovXixtjv (vgl. Urschrift S. 187 f.). — Bekanntlich dehnt die jüd. Satzung die Vorschrift 2 ,לא תבשל גדי בהלב אמו Mos. 23, 19, weiter aus, einen jeden Genuß der Mischung von Fleisch und Milch zu untersagen; Dies will auch Symm. andeuten, wenn er תבשל erweiternd mit GxevaGsig übersetzt. — Auch die Uebersetzung zu 3 Mos.!2, 4 und 5 scheint mit thalmudisch-halachischen Annahmen zusammenzuhangen. Dort ist nämlich wohl die ursprüngliche Lesart טהרה mit Mappik im He und der Sinn: Tage, Blut ihrer Reinigung, so daß die Wöchnerin nach den sieben Tagen seit der Geburt eines männlichen und nach 14 seit der Geburt eines weiblichen Kindes zwar nicht mehr in dem Zustande voller Unreinheit, aber auch keineswegs der Reinheit, sondern in dem Ucbergangszustande der Neinigung sich besindet. Deshalb übersetzen auch die 70: ev cä'fxccTi axa&aqTty avx7\g, also mit dem Suff, und für טהר dem Worte nach gerade das Gezentheil übersetzend, dem Sinne nach aber entsprechend, da das Blut der Reinigung noch immer unrein ist, wenn auch nicht in solch hohem Maße wie in den früheren Tagen, wortlicher die Vulg. purificationis suae. Dieser Anschauung bleiben Sadducäer, Samaritaner (daher auch ihre Uebcrsetzer) und Karäer treu. Anders die Pharisäer. Sie erklären die Frau in dieser Zeit für vollkommen rein, ohne Rücksicht auf die Blutabsonderung, nur daß sie nichts Heiliges berühren darf; deshalb lesen sie — wonach unsere Punctation — ohne Suffix, d. h. He ohne Mappik, und übersetzen: Tage, Blut der Reinheit, d. h. reine Tage, reines Blut. Das eben ist die Uebersetzung des Symm. (wie auch Aquila's und 4»

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