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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1862-01-01 · 1 (1862) · p. Seite 39

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
1 (1862)
Issue
1 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 39 (sequence 42)
Language
German
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IV. Symmachus. 39 senlosc Schatten, die verknöcherte Form der Chalizah will sich erhalten. Wäre es nicht endlich Zeit, daß man den Todten Ruhe gönnte, daß man die Chalizah mit dem Jibbum als erstorben, als leichenhast in das Leben eingreifend, ehrenvoll bestattete, daß man nicht fürder eine Carricatur der Familienanhänglichkeit aufführte, die zum Gespülte dient, lästig ist, oft der Wiederverheirathung des Weibes uuübersteigliche Schwierigkeiten in den Weg legt? 30. Januar.!V. Symmachus, der Uebersetzer der Mel. Die drei griechischen nachchristlichen Uebersetzer der Bibel, Theodotion, Aquila und Symmachus, waren sämmtlich Juden. Wenn die Kirchenväter den Einen oder Anderen von ihnen zu Christen, Ebioniten u. dgl. machen wollen, so entstand Dies blos aus dem Wunsche, diese Männer, deren Uebersetzungen in Ansehn standen, als ihrem Kreise angehörig zu betrachten. Dennoch gestehen sie selbst ein, daß die Uebersetzungen nicht blos keinen christlichen Charakter an sich tragen, sondern im Gegentheile geflissentlich jede Andeutung, die von christlichen Kreisen in den Schriften der hebräischen Bibel gefunden wurde, ignoriren, ja daß sie nicht selten den christlichen Anschauungen widersprechen. Christen hatten überhaupt damals keine Veranlassung, eine neue Bibelübersetzung zu veranstalten. Die alexandrinische Uebersetzung der 70 hatte fast kanonische Geltung, deren Abweichungen von der hebräischen Urschrift blieben den mit dieser unbekannten Christen ganz verborgen, und selbst wenn sie davon hörten, nahmen sie lieber eine Corrnption des hebräischen Textes als der griechischen Uebersetzung an. Statt eines Antriebes zu einer neuen Uebersetzung mußte vielmehr eine ängstliche Scheu, die Gemüther zu verwirren, davon abhalten. Umgekehrt bei den Juden. Die Achtung, in welcher auch bei ihnen die alexandrinische Siebziger- Uebersetzung gestanden hatte, war gesunken, ihre auffallenden Abweichungen vom hebräischen Texte erregten umsomehr Bedenken, als gerade diese von Christen nicht selten in Disputationen zu ihren Gunsten benützt wurden, und die allgemeine Stimmung unter den

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