Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Journal
- Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Volume
- 1 (1890)
- Issue
- Heft 5-6 (September 1890)
- Date
- 1890-09-01
- Page
- Seite 138 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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13S Nekrolog. (Möglichst treu nach Mitteilungen des Dr. Adolf Brüll.)*) DB. NEHEMIAS BRÜLL, geboren 16. März (01843 (£ןףי zu Neu-Raussnitz in Mähren, gestorben in Frankfurt a. M., Leerbachstrasse No. 50, am 5. Februar 1891, 8 Uhr Abends, war der Sohn des sei. Rabbiners und Schriftstellers Jacob Brüll (gest. 29. Nov. 1889), von mütterlicher Seite ein Enkel des mährisch-schlesischen Landrabbiners Nehemias Trebitsch. Er wurde durch seinen gelehrten Vater früh in die jüdische Litteratur eingeführt und erhielt gründlichen Unterricht in Gymnasialfächern. Seine hebräische Bibel, die er schon als Knabe fast auswendig konnte, bedachte er früh mit einer Inschrift, 2) und aus seiner Knabenzeit sind noch einzelne hebräische Arbeiten vorhanden. Bei seiner Barmizwah hielt er in der Synagoge eine deutsche Rede, und da es in Kojetein noch einige Talmudbeflissene gab, auch eine halachische Disputation. Er bezog, nachdem er das Untergymnasium in Kojetein privatim absolviert hatte, das Piaristen-Gymnasium in Prag, sass zu Füssen S. L. Rapoport’s und verkehrte, ungeachtet seiner Jugend, mit Kämpf und anderen Gelehrten. In Prag blieb er nur ein Jahr, trat dann in das Gymnasium in Kremsier, welches nur zwei Fusswegstunden von Kojetein entfernt ist, wo er Gelegenheit hatte, mit seinem Vater öfters weiter zu arbeiten. Nach Zurücklegung des Gymnasiums trieb er ein ganzes Jahr hindurch in Kojetein theologische Studien. Noch sehr jung an Jahren wurde er zum Rabbiner approbiert und begann schriftstellerisch thätig zu sein. Er schrieb eine Geschichte der Juden in Kojetein in Löw’s Ben Chananja, an welcher Zeitschrift er bis zu deren Eingehen ein fleissiger Mitarbeiter war. Er bezog dann die Universität Wien und ging mit Mannheimer, Dr. Jellinek, J. H. Weiss, M. Friedmann, G. Wolf, Joel Deutsch, Simon Szanto, Josef Szanto um, welche alle anregend auf ihn wirkten und in ihm einen Jüngling erkannten, der Grosses zu leisten berufen sein werde. In Wien hielt י) Eine kurze hebr. Autobiographie enthält d. Jahrbuch Ozar Hassifruth etc. Bd. II. 2) Aus einem Notizbuche seines handschriftlichen Nachlasses. מכתם על התנך שלי ♦ בת השמיבת - תורת החייבת לך במעגלותיה - שמר אמרותיה ממרובת שלחה - לעבת נאנחה אז כזהר השחר יהל נשף חלדך נתיבות ליש!— בני אדבמ לאשר שבת למעל מכוכבים תכונן נצח כבודך אמת לויתה — שלובת ברכתה