Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Journal
- Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Volume
- 1 (1890)
- Issue
- Heft 5-6 (September 1890)
- Date
- 1890-09-01
- Page
- Seite 131 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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auch nicht annehmen müssen, dass ein und derselbe Exilareh bald רבנא עוקבא bald עוקבן בר נחמיה genannt wird. Derartige Ungenauigkeiten kommen im Talmud nicht vor. Dass Bab. Mez. 91b. R. Asche I. genannt ist, lässt sich durch nichts erweisen; es kann entschieden nur ein Zeitgenosse Raba’s gewesen sein. Vielleicht ist die Jahrb. 1. c. vorgeschlagene Emendation unnötig, nachdem mehrere Stellen sich nachweisen lassen, in denen ein R. Asche mit Raba in persönlichem Verkehr steht (Meila 3, b Ketubot 111, Synh, 29, vgl. d. Note S. Strasun in S. ha־D01*. Ed. Muskil II p. 79). Zu bemerken ist noch, dass die Erwähnung Raba’s (Sab. 1. c.) keinen solchen chronologischen Anhaltspunkt darbietet, da sich bereits R. Chaska auf seinen, nach seiner Ankunft in Babylonien mitgetheilten Lehrsatz (Bab. Bat. 51 b) beruft, wodurch Grätz’s Annahme (Gesch. 42 S. 490 Not. 29) unhaltbar erscheint. Danach ist auch Jahrb. 1. c. Z. 5 zu berichtigen. S. 94 A. 5. Die Namen der Exilarchen, zu denen die Amoraim Chasda, Nachmann, Sehet und Rabba b. Huna in Beziehung standen, lassen sich nicht mit Sicherheit feststellen, da in den Berichten hierüber keinerlei Zeitdaten Vorkommen, die genannten Amoraim sowohl mit Natan, dem Sohne Huna’s II, als auch mit seinen beiden Söhnen und auch noch mit Ukba b. Nehemia in einer Zeit lebten. Nach Git. 52 a war Ukba II minderjährig, als R. Nachman bereits als Richter fungirte; vielleicht ist es sein Vater, nach dessen Tode Chiska den Eidam Rab’s, Chanan b. Abba (s. Heilprinn s. v), der also unter dieser Voraussetzung der Schwager des Exilarchen war, zu einer solennen Trauerkundgebung aufforderte (M. Kat. 22 b). Obgleich die beiden Söhne als Minderjährige zurückblieben, scheint doch keine anderweitige Besetzung der Exilarchenwürde erfolgt zu sein. In Sucea 10b, 2b a, 31a ist Ukba oder Nehemia genannt. Auf sonstige hierhergehörige Stellen kann hier nicht eingegangen werden, da die Besprechung der auf dieselben gestützten Combinationen Krochmals, die, so geistvoll sie auch sind, viel Irriges enthalten, hier zu weit führen würde. S. 95. A. 4. Der Beiname דצוצי1"}א des I kban b. Nehemia (in Jahrb. II, 92 ist;,(1. אהין)“ irrtümlich aus der früheren Zeile wiederholt) bedarf der Erklärung, da die legendenhafte Auslegung desselben als eine solche nicht gelten kann; derselbe wird schon Natan, dem Nachfolger Huna I, beigelegt, der in S 0. s. fälschlich mit Mar Ukba identificirt wird (s. oben); Sab. 56 b wird nun Ukban b. Nehemia 11*