Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Journal
- Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Volume
- 1 (1890)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1890)
- Date
- 1890-07-01
- Page
- Seite 83 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2420797-2420798-2420803--092-2420906- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
83 KAUFMANN DAVID, Die letzte Vertreibung der Juden aus Wien und Niederösterreich, ihre Vorgeschichte (1625 — 1670) und ihre Folgen, Budapest, 1889, 228 S. (Beil, zu Jahresbericht der Landesrabbinerschule 1887 88,) [s. Anzeigen.] KLOTZ MORITZ, der talmudische Tractat Ebel rabbati oder S’maehot nach Handschriften und Parallelstellen bearbeitet, übersetzt und mit erläuternden Anmerkungen versehen, Heft I, Berlin, 1890. 79 S. [Die Einleitung (S. 1—11) bestätigt im Wesentlichen die Resultate früherer Untersuchung (Jalirb. I, 1 ff.). Für die Herstellung des Textes nach einem Bodlejanischen Codex wurden ausser der Edition noch zwei Handschriften deren Varianten notirt werden, zu Rate gezogen. II, 6 (al. 8) hat BoiU. P.אין בין א׳ ב' שתיקה לבכייה •י* שחוק לבכי כלום fp• p• 2«,) was noch Unverstandlicher ist. Wahrscheinlich ist in der Quelle auch eine Meinung erwähnt gewesen, die in solchen Fällen nur zu schweigen riet; die Emendation in להכייה (Jahrb. I, 09 A. 28) erschiene demnach ganz sachgemäss. Die LA. ולא סוף בך! (III, 1. s. S. 4) hat auch Nachm. Tor he-Ad. 28a. Betreffs IV, 18 (al. 20) ff. wurde schon in Jahrb. 1. c. S. 32 auf Tos.-Maee. III (Ed Zuckerman. IV, 17) verwiesen, was betreffs der Textesfragen nicht zu über- 3ehcn war. Ueber den schwierigen Passus IV, 28 (s. S. 78 A. i.) vgl. Jahrb. II. S. 208. Hoffentlich wird der Verfasser seine Arbeit fortsetzen.] KÖNIGSBERGER Bernhard, die Quellen der Halachah, unter Benutzung handschriftlichen Materials bearbeitet, I. Theil. Der Midrasch. Berlin, Engel, 1890, 131 S. [Ob ״richtige und genaue Forschung14 das ergeben muss, was in Abot I, 1 bezeugt wird (S. 1.) mag dahingestellt bleiben*, der Glaube bedarf dieser Bestätigung nicht. Die Untersuchungen des Verfassers verbreiten sich in eingehender Weise über den aus den Schulen Ismaels und Akiba’s hervorgegangenen lialach. Midrasch, über den nun im Midrasch Haggadol eine neue wichtige Quelle erschlossen ist. Die Annahme (S. 33), dass זופרין> w0 einst Akiba sich aufhielt, Sepphoris sei, kann damit, dass dieses stets צפןךר heisst, nicht in Einklang gebracht werden. — Den Zuruf •..כלה מדברותיך ולך richtete auch Ismael an Akiba (Midi־. Ps. 104); סלך (s. S. 103 A. 2) ist wahrscheinlich aus בל(ךן■ לך ztl״ sammengezogen (Höre auf! gehe...;) — Dass Sifre-Citate des Jalkut, bei denen nicht ausdrücklich ״Sifre suta“ als Quelle angegeben wird, diesem Midrasch entstammen (s. S. 3 A. 2), darf wohl vermutet, aber nicht mit Sicherheit behauptet werden; es wurde aus diesem Grunde in der dort erwähnten Abhandlung auf dieselben keine Rücksicht genommen. — Den zweiten Theil der S. 110 No. 8 aus Midi־. Hag. angeführten Deutung hat auch Mac. 12 a vgl. Jahrb. 3 S. 37 A. 99. — Die Untersuchungen des Verfassers über die Litteratur des halachischen Midrasch verdienen besonders beachtet zu werden]. NEUDA FANNY, Stunden der Andacht. Gebetbuch für Mädchen und junge Frauen israelitischen Glaubens. Neue Folge. Dritte verbesserte Auflage, Breslau 1890, Köbner 6 u. 191 S,