Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Journal
- Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Volume
- 1 (1890)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1890)
- Date
- 1890-07-01
- Page
- Seite 77 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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77 als wir gerade durch die mangelhafte Oekonomie der Tosefta eine Vorstellung von der Mischna II. Meir’s gewinnen können, verdient sie besondere Beachtung, doch hat die unsere Mischna entsprechende Gruppirung ihres Inhaltes, wie sie eben Schwarz unternommen hat, das Gute, dass derselbe leichter zu überschauen ist, zumal auch in dem trefflichen, von gründlicher Vertrautheit mit den halachischen Materien zeigenden Commentar die Ver- Setzungen notirt, Varianten angegeben und zum grossen Theile neue Berichtigungen und Erklärungen geliefert werden. Unnötig erscheint die Aenderung Berach. IV Al. 4 (Ed. Zuckerm.); es ist hier eine Boraita aufgenommen, in welcher die Halacha über die Segenssprüche in anderer Weise tradirt wurde, ib. VI, 8 wird das Textwort מאה שערים wiederholt, nach der ersten Erklärung bedeutet es: hundert Maasse (f. מנין ist viell. ]מוריי zu lesen), nach der zweiten: hundert Male (1. •(מ' ש* מאה פעמים ־־ •(ששיערום * Ueber Monobaz (Pea IV, 18) s. Jahrb. I S. 76, R. Nissim (zu Git. 47 b.) citirt Bicc. 3, 4 in der Fassung: ♦*•אפילו מונבז המלך• Dernai 1, 5 ist vieii. zu lesen:היה מוכר״*•• אמר מעשר עני הן נאמן ai. 6 lautete wohl היה מוכר פירות בשנת מעשר שני ואמר מעושרין [משנת מעשר עני הן ו]• Die Emendation des Verfs. (p. 96 A. 86) weicht zu sehr von der Textesüberlieferung ab. lb. III, 15 scheinen die Worte אפ על המתוקן (s. p. 109 A. 213) nach את שדרכו למכור דמיי נאמן zu gehören. Nach ib. V, 6 .. בד״א בזמן שמפרישין soll die coneessive Meinung R. Simons betreffs der Teighebe (Dernai 5, 3) nur für den Fall, dass die Käufer nicht mehr die Zehntabgabe zu besorgen haben, gelten; die Aenderung von מפרישין in מפושרין (S. 119 A. 17) ist nicht plausibel. Die Annahme, dass R. Jochanan b. Norai (M. Kil. 6, 1) sich stillschweigend auf die Anordnung R. Gamaliels (Tos. Kil. IV, 1) berufe, widerlegt sich schon durch die conditionelle Form seiner Bemerkung, welche sich gegen die ganze Auffassung des Vier-Ellen Spatiums in der dortigen Halacha richtet, nach der die Meinung der HilleTsehen Schule überhaupt unmöglich ist. — In dem Satze R. Jehudas (Scheb. 1,8 s. S. 189. A. 36) ist viell. שלא] לסוך] zu lesen; der Verkäufer muss nämlieh für das Gedeihen der Frucht in erhöhtem Maasse sorgen. — Terumot 5 Al. 10 (s. S. 271 A. 119) ist wohl die LA. in Cod. Erf. als richtig anzusehen, und muss הרואין f• הראויין gelesen werden.] SUBALSKI IS AK, כנסת הגדולה Sammlung von Aufsätzen, Kritiken, litterarischen Notizen, belletristischen Arbeiten u. s. w. Warschau 1890. Th. I 108, 103 u. 74 S. Th. 2, 186, 46 11. 170 S. [I, 103 wird eine an den Exilarchen-Stammbaum sich anknüpfende Vor־ fahrenliste Gedalja Ibn. Jachja’s mitgeteilt: גדליה בן יהודה בן יחייא p דוד בן יעיש בן חייא ראש גולה שהלך ראשון לפולין וע״ב חתימת משפחתו חר״לפ ר״ח חייא ראש לגדולי פולין בן דור בן זכאי בן אברהם בן דור בן 1חצוב בן אבדימי•♦. ♦ WILNA ELIA, ה^ריא [zumeist kabbalistische] Collectaneen mit Commentar באר יצהק von Isak Chaber, Warschau 1889, 414, 14, 13 u. 9 S.