Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Journal
- Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Volume
- 1 (1890)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1890)
- Date
- 1890-05-01
- Page
- Seite 70 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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70 dafür die Form בי דלי =) בדלא) eintritt vgl. Edujot, 8, 5. Dass er in Babylonien lebte, ist unzweifelhaft, cla er von der in Palästina bestellenden Praxis spricht שמעתי שאין משיאי[ ♦ * ♦בארץ ישראל* Mit den Kriegswirren, von denen er spricht, meint er wohl Trajan’s Zug gegen die Parther. Akiba’s Zusammensein mit Nehemia fällt also in d. Jahr 115 u. 116. S. 23 A. 1. מר יוחנא (Ar. 1• c. אביי) ist wahrscheinlich derselbe, derinAb.sar. 16 b. genannt wird; dass diese Mitteilung in Arucli, insoweit sie Männer mit dem Titel מר zu Exilarchen stempelt, unzuverlässig ist, wurde bereits in Jahrb. II, 95 bemerkt. S. 25. Die Tendenz, die den Verf. des S. 0. s. veranlasste, Züge der Bostanai-Sage auf Mar Sutra zu übertragen, ist in Jahrb. II. 101 ff. genügend gekennzeichnet. Die Oberflächlichkeit, die er sich auch dabei zu Schulden kommen lässt, zeigt zur Genüge, dass er auch über die Thatsachen nicht genau unterrichtet war. Die Erzählung von Mar Sutra ist, wie die zweimalige Bezeichnung desselben als ״unser Fürst“ (נשיאתן) zeigt, babylonischen Ursprungs und hatte, da sie den Stoff der Bostanai* Sage in tendenziöser Ueberarbeitung wiedergiebt, den offenbaren Zweck, die Bostanaiden als Usurpatoren hinzustellen. In dem S. 01. s. ist blos der palästinische Ursprung der Zusätze über die Arichipherekiten als sicher anzusehen. S. 30 A. 2. Bei Neubauer 1. c. p. 178 (nicht: 97) ist nach (Z. 5) der Name מ0חנאי ausgefallen, denn Mare und Chananja (Z. 4) sind die gelehrten Zeitgenossen Bostanai’s (s. Jahrb. II, 185). Bostanai wird hier mit Mar-Sutra’s gleichnamigem Vater geradezu identificirt. s. 35. a. לארמי ist, wie der Verf. nachträglich bemerkt, in Jahrb. II, 213 als Druckfehler notirt. Der ארמאה (Pesach. 3 b) war sicherlich kein Armenier, sondern irgend ein Heide (s. Jahrb. I, 49 A. 116), alte Texte haben dafür ןץי (s. Rabbin. z. St.), das aber in die aramäisch gehaltene Erzählung nicht hineinpasst. Ob Zacuto’s לנציבין hier einzuhalten sei, möge dahingestellt bleiben, in der Notiz kann an dieser Stelle nur Schabur I. gemeint sein und liegt weiter keine Veranlassung vor, sie von ihrer Stelle zu versetzen, wie es nach des Verfassers Annähme geschehen muss. S. 35, 36. In der Erzählung Echa rab. 3,6 ist ריש גלותא Corruptel aus דיש ב^ישתא wie mehrere Citate (Schibole ha-Leket Ed. Buber 265, Tosaf. Erub. 41a und Ilitba zu Taanit 12a) bezeugen. S. 38 A. Dass das Einleitungsstück in dem edirten Texte, das aus Stücken in S. 0 r. c. 1, 3, 11 u. 30 zusammengesezt erscheint, Zusatz eines Späteren sei, ist möglich, obzwar sich auch annehmen lässt, dass,