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Central-Anzeiger für jüdische Litteratur · 1890-05-01 · Heft 3 (Mai 1890) · p. Seite 64

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Journal
Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
Volume
1 (1890)
Issue
Heft 3 (Mai 1890)
Date
1890-05-01
Page
Seite 64 (sequence 16)
Language
German
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64 — (Pes. 142) handelt es blos darum, ob der Name des Flusses Tauber טוברא oder טובר zu schreiben sei, was sich nach der Quantität des O-Lautes in der zweiten Silbe richtet (הבית braucht daher nicht in pptDH emmendirt zu werden). Isserlein weist die gedehnte Betonung, bei welcher dieser Name ״Taubar “ oder ״Taubor4*' lauten würde, zurück und will daher ״Taubre“ (wobei der Schlusslaut wie im Französischen unhörbar bleibt) geschrieben haben. Der Satz א|־ קמץ HDD (2[ נוכל ל1מר בחלוף־ בחטף שמתוך קריעת הפה נקרא בחטף כמו בפתח אבל בדבור שנוז אינו נקרא אלא בחטף enthält eine allgemeine Bemerkung. (״Die Möglichkeit, dass in der Aussprache für den A- und O-Laut der kurze Elaut eintritt, ist vorhanden, denn bei Aufreissung des Mundes kömmt letzterer wie A heraus, während bei der scharfen oder raschen Aussprache nur das kurze E vernehmlich wird“). Die zwiefache Lautung des Wortes ״hus” (Haus) führt Isserlein nur als Beispiel dafür an, dass überhaupt zwischen einer scharfen und einer gedehnten Aussprachsweise zu unterscheiden ist, indem für letzteres auch ״husza gesagt wurde, s. S. Margaliut 1. c. II, 44 A. 5. —Der Verfasser hat aus dem Inhalt der nicht.sehr ergiebigen Quellen, die wir für die Geschichte dieses Zeitalters besitzen, manchmal etwas weitgehende Schlüsse gezogen, was, da auch die Vergleichung der jüdischen mit den allgemeinen Culturzuständen desselben nach seiner Auffassung zumeist zu Gunsten der ersteren ausfiel, den Anschein erweckte, als ob der Verfasser sich nicht immer in den Grenzen der Objectivität gehalten hätte (s. L. Geiger, Zeitschrift f. Gesell, d. Juden in Deutschland). Der Verfasser hat diesen Vorwurf in einer besonderen Schrift zurückgewiesen, was zu einer weiteren, der Wissenschaft selbst weiter nicht dienlichen Polemik führte. Zur Geschichte der babylonischen Exilarchen■ Einer ausführlichen Abhandlung von Dr. J. Lazarus über das babylonische Exilarchengeschlecht, in der fast sämmtliche Daten, die über dasselbe sich erhalten haben, einer genauen Prüfung unterzogen werden, durfte in den ״Jahrbüchern für jüdische Geschichte und Litteratur“ (Jahrg. X) um so eher Aufnahme gewährt werden, als in derselben Zeitschrift bereits früher einige diesbezügliche Nachweise geliefert wurden. Es musste aus mehrfachen Rücksichten davon Abstand genommen werden, die betreffs einzelner streitiger Punkte nötigen Erörterungen und Gegenbemerkungen hinzuzufügen; da diese aber eine notwendige Ergänzung zu der genannten Abhandlung bilden und das eigentliche Material zur Kritik der letzteren darbieten, so halten wir es für angezeigt, dieselben in Folgendem der Oeffentlichkeit vorzulegen.

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