Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Journal
- Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Volume
- 1 (1890)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1890)
- Date
- 1890-05-01
- Page
- Seite 55 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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00 das Gedicht an Cremienx ist nicht ״wie es scheint״ von F. verfasst, da er in Zion (v. Jost u. (Jreizenaeh Th. 1 p. 62} ausdrücklich als Autor genannt wird, obzwar die blos als Randbemerkungen vorhandenen textkritischen Bemerkungen zum Talmud und den Lexikographen, die in vorliegendem Werke veröffentlicht werden, eine solche in weiterer Ausarbeitung ihrer Zeit wohl verdient hätten]. horowitz chajim m. תוספתא עתיקתא מחלקת המשית בריתא דמסבת נדה Uralte Tosefta’s (Boraitas). . . fünfte Abtheilung, enthält: Nidda-Boraita in 7 Reeensionen . . . (nebst anderen kleinen hagg. Schriften), . . . nach Handschriften mit Parallelstellen, Varianten . . . herausgegeben von Chaim M. Horowitz Frankfurt a. M. 1890. Selbstverlag. 12 u. 88 S. [Schon die wenigen Fragmente der Nidda-Boraita, die bisher bekannt waren, liessen es erkennen, dass in ihr ein eigenartiger halachischer Standpunkt eingenommen wird. Das wird nun auch durch den in vorliegender Schrift veröffentlichten Text derselben, der allerdings nicht mehr ganz vorhanden ist, bestätigt. Der Verfasser der Boraita lässt, während nach beiden Talmuden (j. Berach. 1, 7 ״ b. Erub. 13b) die Lehren der Hillelithen durch die himmlische Entscheidung für massgebend erklärt wurden, diese lauten: ״Heil den Erschwerenden! diese und jene Aussprüche sind Worte des lebendigen Gottes, aber zu richten hat man sich nach den Lehren der Schule Schammais\u Das ist eine absichtliche Umstellung, die gewiss nur dazu dienen sollte, die in dieser Boraita gelehrten Yerschärfungsmassregeln zu rechtfertigen. Die Auffassung der biblischen Vorschrift Lev. 1—6 nähert sich (p. 36) der der Samaritaner und Sadducäer, die auch in der alten Halacha ihre Spuren zurückliess (vgl. Geiger in 3 החלוץ p. 28 Ifj). Der Verf. scheint sich dessen bewusst gewesen zu sein und lässt sie daher (p. 4) nur mit einigen Modificationen gelten, ohne sich darüber deutlich genug auszusprechen. (Die vom Herausgeber p. 32 angeführte Erklärung Saadjas, correcter in 0. Sar. 1,339, steht zu der Deduetionp. 2 in keiner Beziehung).*) Der grösste Theil der Boraita ist sicherlich aus älteren Quellen geschöpft, (der Zöllner בעיא j• Berach. 2, 2 u. Parallelst, (s. p. 66—74) heisst hier p. 15 Theodorus). Es mögen hier noch einige den Text betreffende Bemerkungen folgen. Die Notiz מכאן — שתחוק (p* 4 Z. 2 u. 3) ist wahrscheinlich nach שני ימים P* o Z. 6) zu versetzen. Für העטרה (P• 4. Z. 5) 1• הערוה wie Z. 7, תשמח Z. 5 muss nicht geändert werden. Für הזהר Z. 5 viell. 1. סיקלה; ותזהר f. viell. 1. סילוקא (die Sterbestunde s. Levy 3.537). Nach 7 לדבריו Z. 1 ist eine Lücke anzunehmen. Der Satz B. Chanin’s (p. 12 Z. 7) ist eher nach למעשיהן (Z. 5 v. u.) an seinem Orte מפני־ממון p. 14 Z. 17 erscheint überflüssig, dagegen fehlt an dieser Stelle ein Fragesatz Für איתיה k אימא Oder אשה’> der vorangehende Passus ist unklar, כמה השפלתו (P• 20 Z. 19) ist ein Ausruf. יראת שמים (P• 22 Z. 10) ist wahrsch. in ראית דמים zu emendiren. z. 15 f. מנייה k מנדה z. 18 1. שהיתה אשה רואה] אותו]; p• 26. z. 2 v. u. 1. בניה; p. 27 z. 3 v. u. f. לכנותה viel!. 1. *) Der Herausgeber (das.) hält תניא bei Jos. Kolon 144 für den Verfasser der hal. Vorschriften im ital. Machsor, dessen diesbezügliche Angabe indes wohl dem (handschriftlichen) zweiten Theile des Buches Tanja (s. BuberEinl. zu שבלי הלקט p. 20; entnommen ist