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Central-Anzeiger für jüdische Litteratur · 1890-03-01 · Heft 2 (März 1890) · p. Seite 40

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Journal
Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
Volume
1 (1890)
Issue
Heft 2 (März 1890)
Date
1890-03-01
Page
Seite 40 (sequence 16)
Language
German
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40 [Auf Parallelen zwischen Judentum und Parsismus, die in dieser interessanten Schrift beleuchtet werden, ist schon öfter hingewiesen worden. Besondere Beachtung verdienen die Bemerkungen über Kopfbedeckung und Kopfentblössung im Gotteshause. Der Verfasser meint annehmen zu dürfen, dass schon in der Vorschrift לא יקל את ראשו (Berach. 59 a) das Verbot der letzteren ausgedrückt war ז S. 20 ff.). S. 7G sind die Citate uTraktat Abot“ und ״bei den Rabbinen“ zu berichtigen]. FRIEDMANN M., Srubabhel, Erläuterung der Weissagung: Siehe es gelingt meinem Knecht (Jes. 52,13 u. 53). Wien 1890, Selbstverlag. 411. 19 S. [Jes. 51—56, soll eine im 2. Jahre des Darius gehaltene Rede und mit dem Gottesknechte Serubabel gemeint sein. Die Argumentation ist geistvoll aber wenig überzeugend. Dass 53, 2 auf den ״Spross“ (Zach. 3, 8; 6, 12 Jer. 33,15!jüngerer Zusatz]), welche Bezeichnung auf Jes 13, 1 zurückzuitihren ist und noch in dem Achtzehngebete zur Anwendung kömmt, hingewiesen sei, ist unwahrscheinlich Man wird auch schwer annehmen können, dass Serubabel (1 Chr. 3, 19) nicht der sonst erwähnte Fürst dieses Namens, sondern ein Enkel desselben gewesen sei, der hier v. 18 Assir-Schealtiel — letztere beide Namen werden auch in der Peschittlio zusammengezogen — genannt werde. Da אסיר Attribut zu Jechonja zu sein scheint, so wird Schealtiel der älteste jener sieben Söhne gewesen sein (diese und ihr Vater sind vielleicht ״die Lampe mit den' sieben Lichtern“ Zach. 4, 2). Ob nun פדיה (v. 18 Pesch. נדביה) irrtümlich f. שאלתיאל stellt (wird ja auch v. 16 der v. 15 erwähnte Zedekia dennoch zu J.’s Sohne gemacht) oder S. aus einem anderem Grunde als dessen Sohn bezeichnet wird, sicherlich ist S. ein Enkel nicht ein Sohn JechonjVs. Wenn nicht gerade auf S., so ist doch mit dem Verf. die Weissagung von dem Gottesknechte auf eine Persönlichkeit zu beziehen, die bereit ist, den Tod zu erleiden, aber ihn nicht wirklich erleidet, denn es wird ihr Nachkommenschaft und langes Leben verheissen (v. 10). In der den Völkern in den Mund gelegten Rede (53. 1—10 excl.) ist nämlich, nachdem in v. 8 die Wortfolge, die einer sinngemässen Auffassung entspricht, hergestellt ist (מעצר וממשפט לקח, מפשע עמי נגע למו נלו =] ואת דורו מי ישוחח כי י(נגזר מארץ חיים die mit סי beginnende Frage hypothetisch aufzufassen: Durch Druck und Strafgericht wurde er verurteilt (zu לקח ist למלת zu erganzen vgl. Spr. 24, 11), durch die Schuld meines Volkes traf ihn die Strate. Wer würde von seinem Dasein sprechen (vgl. Jes. 38,12), wenn er von dem Lande des Lebens abgeschnitten und ihm bei Frevlern seine Gruft, neben dem Mächtigen sein Grabhügel gegeben werden würde, weil er nicht Gewalt geübt hat und nicht Trug war in seinem Munde?“ In v. 10 wird dann erklärt, dass dieses Leiden nur eine Prüfung war, ob er seine Seele als Schuldopfer einsetzen werde, in der Tliat ihm aber ein langes Leben und die Vollführung seiner Sendung verheissen sei. יראה (v. 11) ist in dem Sinne von ירוה zn verstehen]. GANS DAVID, Chronikartige Weltgeschichte Zemacli David; zum ersten Male iiPs Deutsche übertragen und mit Anmerkungen versehen von Gutmann Klemperer, mit Einleitungen und ergänzenden Anmerkungen herausgegeben von I)r. M. Grünwald. 1. Heft. Prag 1890 64 S. (P1*. 1 fl). [Enthält die Übersetzung zu Th. II, 1241- 1453],

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