Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Journal
- Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Volume
- 1 (1890)
- Issue
- Heft 2 (März 1890)
- Date
- 1890-03-01
- Page
- Seite 38 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2420797-2420798-2420801--045-2420857- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
38 spricht es durchaus nicht der Wahrheit, wenn S. 475 auf Grund einer briefliehen Äusserung des Göttinger Stern an Riesser angegeben wird, dass einzelnen reformatorischen Rabbinen (!) der Glaube an einen ausserweltlichen Gott gefehlt habe. Philosophischen oder vielmehr unphilosophischen Atheismus kann man, wenn man strenge prüft, auch in orthodoxen Kreisen antreffen, da sich äussere Gesetzesübung mit solchem ganz wohl verträgt. Die Geschichte der antisemitischen Bewegung und der mit grossem Fleiss gesammelten Daten über die staatsrechtlichen Verhältnisse des Judentums einst und jetzt, welche uns in diesem Buche systematisch dargeboten werden, verleihen demselben seinen hauptsächlichen Wert]. BANETH HERMANN, des Samaritaners Marqali an die 22 Buchstaben der hebräischen Sprache anknüpfende Abhandlung. Nach einer Berliner Handschrift herausgegeben, übersetzt und mit Noten und Anmerkungen versehen, Berlin, Mayer & Müller 1888, 5(1 S. [Das sam. Buch Josua (8. 13 A. 8) hat seinen Namen nicht von einem Verf. Josua, sondern weil die Geschichte des Nachfolgers Moses den grössten Teil seines Inhaltes bildet. Der Name 14 .8) מרקה) entspricht dem hebr. Schallum. Wenn R. Ghasda die 8) הדיוטותynl1. 21b) als Kutäer bezeichnet (s. S. 19 A.) so entspricht das seiner gewohnten Deutung dieses Wortes (s. Jahrb. 4 S. 105); nach Git. 45 a hatte R. Chasda einst Ursache mit Samaritanern wegen eines ihm entlaufenen Sklaven zu unterhandeln. Der Ausspruch R. Jochanans über das Beten in aram. Sprache ist kaum gegen d. Sam. gerichtet, gegen die er sich nicht unduldsam zeigte (s. Weiss Geschichte d. Trad. p. 74). Für ערן p. 20 Z. 2 wahrsch. 1. עסן (sehet). Für דבב (p. 24 Z. 8) viell. 1. חבב (demnach zu übersetzen: liebe die Wahrheit und alles andere wird in dir wohnen). Für קצרתו־ן p* 26 z. 10 1. אבקר •צדקתון (^as. z. 13) ist imp. z. 141. •תחכם חנוך (p* 34 z. 4) ist lapsus f. ערדאי •למך (°d.אדראי s־ a. 53) ist viel!. ar. לאדרעא vgl. d. tahnud. בעלי ץךןע• P* 38 Z. 6 ist אנו[ ־ דמך aus der vorang. Zeile dittogr. der Passus Z. 5, 6 dürfte viell. gelautet haben ומן גוני חובוך־־ן אנן נזינן מגוני תשניקה (»und wegen verschiedener Sünde wird an uns mit verschiedenen Drangsalen Vergeltung geübt“), p. 40 Z. 5 v. u. f. חוה •1 והיה (wonach zu übersetzen: Eine Macht, die nicht zu ermessen ist, war an diesem Tage, dem kein zweiter gleicht, [zu sehen], und es wird eine solche auch nie mehr gesehen werden). Für אלילים S. 45 A. ist wahrsch. תל — ) תלילים Haufen) zu lesen und soll das Ganze wahrsch. lauten: חמשה נצבות מיה כות תלילים רמים * * וכן אמר לגו כתבה קרישה אתקוממו כורת טמי נוזלי□• Über הילנספה (Sam. T. Gen. 21. 7) s. S. 45 A. 1 vgl. auch Ad. Brüll (Z. Gesch. u. Lit. d. Sam. S. 46) סיסטה (P• 48 s. A. 89) ist utairtjs (Mittler). Für עליך (Z. 8) vieii. 1. לנביא רבה משה •לה (p- 48 z. 3 v. u.) ist nach עמונה ß. 4) u. לגו" בריתה wach כתבון (Z. 1) zu versetzen. Allem Anscheine nach fehlt ein weiterer Teil der Abhandlung, in welcher Marka auf das eigentliche Thema erst eingieng. Die Frage p. 50, in welcher darauf hingewiesen wird, dass der Buchstabe ץ in der Anrufung Ex. 34, 6, 7 fehle, währendem doch Moses bereits alle Buchstaben offenbart waren, bleibt unbeantwortet; der Anfang derselben ist zu übersetzen: ״Merke dir, wann Gott die zehn Worte geschrieben hat; früher hatte er bereits die 22 Buchstaben geschrieben 11. s. w.].