Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Journal
- Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Volume
- 1 (1890)
- Issue
- Heft 2 (März 1890)
- Date
- 1890-03-01
- Page
- Seite 37 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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- Simlai 1× ep/1007159
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37 richtig (ar. beschämen) p. 160 Z. 5 1. מנדעתא, das. 4 v. 11. 1. לפרקליטין Z. 3 f. קדלהון.1 קולהון; zu תרארייא (die Sinnlosen) vgi. Ar. s. v. תרד• über den Verb von No. 171 s. Zunz Ltgsch. 176 (fehlt in Gestneters Jndex). In No. 176 (160 Z. 8) 1. מברכן U. 8. 5 בלגינא (der Verf. ist Salomo b. Menaehem, wonach Zunz 592 zu berichtigen ist). Zu No. 247 siehe Horowitz halach. Schriften I, 19]. תלמוד בבלי בבא מציעא פרק ריאשון talmud babha m’zia 1. Abschnitt mit Commentar R^chi I. zum Unterrichts-Gebräuche ediert von M. Friedmann. Wien 1890 (Verl. d. isr. Kultusgemeinde) 2 u. 52 S. [Am Schlüsse befinden sich einige Emendationen zum Raschi-Commentare]. מ0ת niDDD BABYLONISCHER TALMUD. Tractat Makkoth. Kritische Edition von M. Friedmann. Wien 1888, Holder, 4 u. HS S. [Die schöne und handliche Edition ist mit einem reichen textkritischen Apparate versehen. Vor שמלאי tm\ 20 דרש b fehlt in allen Editionen das Textwort der Misclma 'עקשיה וגו p לר' חנניה denn nm ym Anschluss an dasselbe konnte R. Simlai’s Ausspruch hier seinen Platz finden|. Judaica. AUERBACH LEOPOLD, Das Judentum und seine Bekenner in Preussen und in den anderen deutschen Bundesstaaten, Berlin 1890, Mehring, 8 u. 488 S. [Die vom Verfasser vorgeschlagene Organisation des Judentums von Staatswegen, die auf Grundlage eines von berufenen Vertretern desselben formulierten Katechismus erfolgen soll (S. 280), würde bei der ״jüdischen Staatsbevölkerung”, für die der letztere als massgebend einzuführen wäre, dem grössten Wider- Spruche begegnen. ״Das Judentum und seine Vertreter haben die Aufgabe, der Stammessonderung zwischen jüdischen und christlichen Bürgern entgegenzuwirken“ lesen wir S. 240. Dafür wirkt bereits nach S. 140 die grosse Mehrzahl der Juden in Deutschland, die ״durch skrupellose Verletzung der erwähnten Gebräuche (Sabbat- und Speisegesetze) wesentlich zur Beseitigung der socialen Schranken zwischen Juden und Christen beiträgt.“ Eine organische Reform des Judentum erscheint aber, da ״Gott diese Gebräuche den Israeliten für alle Zeiten vorgeschrieben hat“ (S. 189) unmöglich, ja die heutigen Juden ״wollen in ihren privaten Verhältnissen durch die religiösen Satzungen sich in keiner Weise beschränken lassen, aber sie bekommen einen Ekel vor Refbrmbestrebungen, die weiter nichts (!!) bezwecken, als den positiven Offenbarungsglauben zu erschüttern und zu verflachen“ (S. 486). Einen sittlichen Ekel kann man nur vor einen solchen Pseudo-Pharisäismus empfinden, der für das Gesetz eifert, das er nicht hält. Die ״Beseitigung“ des Judentums wird durch ihn zu einer fertigen Thatsache, die nicht erst formell documentiert werden muss. Dass ein Bekenner des Judentums, ״der nicht an die Offenbarung Gottes, wie sie im Pentateuch geschildert ist, glaubt,“ nicht rechtgläubig sei(S. 461), haben selbst die jüdischen Dogmatiker des Mittelalters nicht behauptet. Auch ent-