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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 152

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 152 (sequence 158)
Language
German
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152 den Gästen zuweilen unvermiseht gereicht wurde/) und den Ukba II. als Prinz täglich genoss.2) Als Trinkgefäss wird einmal ein Pokal mit zwei Röhren genannt, 3) aus dem mit einem Heiden zusammenzutrinken den דבי ריש גלותא von Rabba b. Huna erlaubt ward.3) Aber trotz dieser und mancher anderen aus Rücksicht auf ihre Stellung ihnen zugestandenen ungewohnlichen Vergünstigungen4) figurierten auf der fürstl. Tafel öfter Speisen, die kein Gesetzeslehrer ihnen erlauben konnte. Noch im dritten Jahrhundert finden wir die barbarische Sitte, lebendigen Thieren Fleischstücke auszuschneiden,5) in früherer Zeit scheint gelegentlich auch Schweinebraten einen Teil des Menu’s gebildet zu haben.6) Die Tischgenossen waren, wie an der Tafel des Grosskönigs7) und seiner übrigen Würdenträger,7) sehr zahlreich7). Lehnte man eine Einladung zum Diner ab, so galt das als eine Verletzung der dem Reschglutha *) s. v. Amram dem Frommen Gittin 67 b. Die Dienerschaft denkt demselben dadurch einen Possen zu spielen, während sie, ohne es zu wissen, nur seinen Wunsch erfüllt. Ueber Wein am Exilarchentisch cf. vor. Seite Anm. 5. Ueber d. Weinkeller der Fürstentochter Jalta, Ber. 51b. 2) Schabb. 140a, oben S. 98 Anm. 1. 3) Ab. S. 72b. Schabb. 62b. S. auch M. K. 12a u. folg. Anm. 4) Cf. Pesach. 76b, wo Levi ihnen den Genuss eines Lammes das im Exilarchenhause mit einem Schwein zusammengebraten worden war, erlaubt, Pesach. 40 b, wo R. Pape den Bäckern des Reschgluthahauses erlaubt am Pessach Topfspeisen mit Mehl einzurühren. Ab. S. 38a, Ket. 60b cf. S. 98 Anm 1. Solche Entscheidungen werden oft mit שאני motiviert. Cf. Ket 72 b. vgi. auch Sota 49b, b. k. 83a שאני של בית ר' גמלי^ רקרובין למלכות הוו Andere verfuhren indess nach dem entgegenges. System, indem sie ihnen, um die Beobachtung des Erlaubten zu erreichen, aussergew. Erschwerungen auferlegten. Cf. Reifmann S. 45 Hamburger 1. c., B. M. 91b, Pes. 40b S. 153 A. 4. 5) Gittin 67b lehnt R. Scheschet aus diesem Grunde die Einladung des Reschglutha ab und beweist diesem die Wahrheit der Thatsache, an der er zweifelt. 6) Das Schwein, das im Reschgluthahause mit einem Lamm zusammen gebraten war, war doch jedenfalls zur Mahlzeit bestimmt. Pes. 76 b. Oben Anm. 4, wo noch Cliulin 97b hinzuzufügen ist. 7) Ueber d. Tischgenossen d. Königs Spiegel 1. c. S. 672, der Satrapen 1, c. 674, 630. S. Midr. z. Klagl. 1. c., Chul. 59a, Erubin 39b, Gittin 67b von Amram und R. Scheschet, Ab. S 38b, Ber. 40a (Raba b. Samuel), 49a, (Rabba b. Huna), 42a (Rabba u. Sera).

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