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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 150

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 150 (sequence 156)
Language
German
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— 150 — Anregung zu solchen Schritten seiner Umgebung.1) Selbst die zu den Hofkreisen gehörenden oder ihnen nahestehenden Gelehrten1) wurden oft in diese Strömung mit hineingezogen nnd fühlten sieh in zumTeil entschiedenen Gegensätze zu ihren Standesgenossen, denen gegenüber sie das Interesse des Fürsten vertraten, dem sie ihre Stellung verdankten. Mit bes. Energie geschah dies durch Nachman b. Jacob, den bekannten mit dem Fürstenhause verschwägerten Oberrichter, in dessen Rechtslehre nicht minder wie in seinem Privatleben das Bestreben deutlich ist, mit den jüd. die Landeseinrichtungen harmonisch auszugleichen. Am meisten tritt natürlich dieser Einfluss speciell der persischen Sitten und Gebräuche bei dem durch seine Stellung mit Persern notwendig oft in Berührung kommenden Reschglutha hervor, wie schon zum Teil erörtert worden ist. Ausser einzelnen Spuren von seiner Kenntniss des pers. Rechts und Versuchen, es in das jüdische Leben einzuführen, ohne dass er damit viel Erfolg gehabt hätte,2 3) ist der persische Einfluss namentlich in ף cf. Schabb. 1. c. ^מדאמר. ר' חנינא מאי דכתיב: ה' במשפט יבח!1. s. w,״® עם זקני עמו ושריי לאם שרים חטאו זקנים מה חטאו״ chanma sagte: Was bedeutet der Vers: ״Der Ewige wird in’s Gericht gehen mit deu Alten seines Volkes u. seinen Fürsten“ (Jes. 3, 14). Wenn die Fürsten sündigen, was können die Alten dafür? Cf. das. Cf. jer B. B. V, S. 15 a oben S. 81 Anm. 2, S. 144 Anm. 1. 2) Von solchen kennen wir ausser den im kl. Chronikon genannten und den S. 148 Anm. 1 am Ende aufgezählten im Talmud vorkommenden noch Acha b. Jakob (der nach Gittin 31b in goldner Sänfte u. prachtvollem Aufzug Eaba und Nachman b. Jsak begegnet und von letzterem als einer der אינשי דבי ריש גליתא bezeichnet wird. Ueber seine (nicht sehr bedeut.) Lehrthätigkeit cf. Bacher ״Ag. d. bab. Amoräer“ S. 138 f. Synhedrin 46 b erlaubt er sich, den pumbadithanischen Rektor Chama (356—377) als einen Dummkopf (טפשא) za bezeichnen, weil derselbe Shäpürll. die Frage nach dem Grunde des Gebotes, die Todten zu bestatten, (bei den Persern war das nicht Sitte Spiegel III, 372 f.) schuldig geblieben war. S. dazu Grätz IV, 361), Nachman b. Jakob (sein Charakterbild hat Grätz IV, 326 vorzüglich gezeichnet cf. Weiss III 179). und Karna (über dens. B. B. 89a cf. Bacher 1. c. S. 34, Grätz IV, 280), Chinena b. Schila (Schabb. 58a, oben S. 147 Anm. 2) ist wenig als Gelehrter bekannt. 3) Cf. Baba Kama 58a, 59a oben S. 104 Anm. 2. Diese interessante Erscheinung ist, soviel ich weiss, bisher ganz unbeachtet geblieben. Auch Ukba b. Nehemia (Ukba II. —337) tradiert im Namen Samuels folgende drei pers. Gesetze als für die Juden verbindlich: 1. ״Dina demalkhuta dinaa (oben

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