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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 146

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 146 (sequence 152)
Language
German
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~ 146 t)er hohen Meinung, die das Volk von dieser Fürstenfamilie gefasst hatte, obwohl deren äusseres Auftreten und Privatleben nur selten ganz nach seinem Herzen sein konnte, entsprechen vollkommen die (meist persischen) hochtönenden Titel, welche es ihm beilegte.1) So heisst er geradezu Herrscher (Kahrmän 2), hoher erhabener Herr (3(ארדא ארטא), Hoheit3). Die reichen Mittel, die ihm seine Stellung und sein Reichtum4) an die Hand gab, um seine Getreuen zu belohnen, wie die Furcht vor den Strafen5), die ganz nach seiner Willkür auch die angesehensten treffen konnten5), mussten Veranlassung geben, dass man ihn, bezeichnet war, ferner, dass der Ausgangspunkt seiner Reise nicht Babylon sondern Armenien (die a. Grenze) ist, dass für einen Reschglutha dieses Namens im Talmud, nach dem Ukba b. Nekemia der derz. Reschglutha ist, kein Platz, und derselbe im S. 0. s. nicht genannt ist, endlich, dass die armenischen Vorgänge im 4. Jahrhundert im kl. Chronik bes. berücksichtigt sind. Cf. oben S. 35 Anm. f. Grätz V, 441. s. unten 151 Anm. 5. (Nach Brüll VII, 115 wäre Jeb. 115 b zu lesen ״von Schaglutha“, also ךו statt ךו u. der Moed Katan 14 b genannte Ort zu vergleichen. Cf. Crochmal bei Brüll. *) Cf. die Titel der Perserkönige bei Spiegel 111,608* 2) משום דשכיחי גבי קהרמנא Erubm 59a, wo Raschi erklärt:*אצר־־ 4המושל* u• Aruch (nach dessen Lesart die des Talmud korrig. werden muss), *שלטון“ Cf.'״ Perles in Frankels Monatsschrift 18. Jahrg. 19, S 565. Bei Kenopli ״Hellenik.“ heisst Cyrus d. J. ״Karanos.“ Cf. Schebet Jeh. Nr. 42. 5) Gittin 14b cf. oben S. 66 Anm. 5, (140 Anm. 3) ושמוחיחן מבוך,לין ארדא ואהטא ופילי בריש R. Dostai berabbi Jannai erzählt in Palästina, wo er eine Schilderung der Nehardeanischen Behörde, die seinem Gefährten Jose b. Kephar übel mitgespielt hat, geben muss, auch von den ״hochtönenden Titeln,״ die dieselbe führt. Die beiden ersten der dort angegebenen sind offenbar das pers. in so vielen pers. Namen sich zeigende ארטא» das ״erhaben״ bedeutet. Z. 3ten vielleicht zu vergl. ״hohe Pforte״. Rapoport ״Erech Millin“ s. v. ארט^ין legt ihm den im Text angenommenen Sinn bei und bringt es mit dem aram. חול Elephant= Starker in Verbindung. Fälschlich fasst Berliner 1. c. S. 50 alle drei שמוח *als Schimpfworte, mit denen jene Beamten um sich geworfen haben.״ Späterer Titel 143 מרות A. 2. 4) B. B. 36 a cf. weiter. ö) B. B. jer. V. S. 15a verfügt der Exilarch (Ukba I.? cf. oben S. 81) selbst über Rah Gefängnisstrafe, cf. oben S. 141 Anm. 3, die 'דבי ך׳ ג nehmen öfter Gelehrte fest cf. unten 149. Eine ungewöhnliche Beschimpfung erfuhr das renitente Schulhaupt Cbanina nach dem klein. Chron. durch Huna VI. (— 508 oben S. 121). In eigentümlicher Weise nutzte mancher wohl die allgemeine Furcht vor der Macht des Reschglutha dahin aus, dass er beim

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