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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 140

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 140 (sequence 146)
Language
German
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IRI
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140 zu tragen.1) Die Herrschergewalt, die auf den so in sein Amt eingeführten Exilarchen überging, kennzeichnet Scherira vom rabbin. Standpunkt aus kurz als ״eine harte und despotische2״) In der That war dieselbe fast unumschränkt, ganz besonders in der Arsakidenperiode, bevor der Rabbinismus durch Rab und Samuel seine herrschende Stellung errungen hatte. Unter dieser in religiösen Dingen ziemlich indifferenten Dynastie hatte und übte er auch die peinliche Gerichtsbarkeit in ihrem vollen Umfange.3) Den willkürlichen Charakter seiner Gewalt spiegelt die mehrfach angeführte in diese Zeit gehörende lebhafte Schilderung Gittin 14b anschaulich wieder.4) Die Entziehung dieses Rechts bildete eine der ersten Herrscherhandlungen des ף Jer. Sota YII p. 22a von R. Jose b. Bun erzählt. Von demselben rührt auch die charakteristische Motivirung dieses Usus her: על ידי שזרען של דור (אין) משוקע שם אינון עברי לו כמנהג אבתהון weil der Same Davids dort sich (un) vermischt erhalten hat, thut man ihm wie ihren Ahnen (nämlich den alten Königen von Juda\ Es war die einzige in der Synagoge dem Fürsten erwiesene Auszeichnung, die er selbst noch zu Nathan’s Zeiten nicht mit den Schulhäuptern teilte. Das bekannte Jekum purkan gehört wohl erst der arab. Zeit an, zumal Harkawy’s Annahme, dass unter den an erster Stelle gen. Resche kalla die nicht mit dem den babyl. Scholarchen vorbehaltenen Titel ״Gaon“ bezeichn. Lehrer v. Paläst. zu verstehen sind, diese, in der das Gaonat aufkam, als Entstehungszeit des Segens voraussetzt. (Resp. III, 377). *) Scher, w. 18.«והיוה אית להון לראשי גלותא מרות קשה ושלטנותא בימי פרסיים u•s• w• 3) Cf. die oben S. 66 Anm. 5 im Auszug gegebene Stelle aus Gittin 14 b. Der Palästinenser Acha b. Joschia erfährt von dem aus Babylonien zurückgekehrten Dostai berabbi Jannai (dessen.Begleiter Jose ben Kephar die,. Beamten des Reschglutha gemisshandelt hatten; (derselbe Name erscheint auch als der des einen der von Simon b. Gamaliel an Chananja, den Neffen R. Josua’s gesandten Sendboten, (Berach. 63 a b), während die Relation des Jeruschalmi Nathan und Isak hat. Nach Bachers wohlbegründeter Meinung ist die Rel. des babli die authentische und die des einen groben Anachronismus begehenden Jer. zu verwerfen [gegen Grätz IV, 2te Ausg. 478 cf. oben.S. 64 A.], also diese letztere wohl frühere Reise des Jose b. Kephar nach Babylon ebenfalls als histor. zu betrachten) mit Erstaunen, dass diese, eine jüdische Behörde die Macht besitzen אוסרי[ כפותי כופתין אומרין חרוגין הורגי[ sogar Todesstrafen zu vollstrecken, cf. weiter, 4) Cf. vor. Anm.

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