Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 132)
- Language
- German
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126 halben Jahrtausend Anilai und Asinai 15 Jahre lang begründet und aufrecht erhalten hatten, unter ebenso günstigen Chancen, wie damals; denn nicht hier allein, sondern überall loderte der Aufruhr und die Grossen des Reichs > standen mit den Waffen gegen den anarchistischen Grosskönig. Aber die Hauptstadt des jüd. Fürsten war nicht mehr Nehardea,*) sondern das stark befestigte2) Machuza2) bildete wohl die Residenz des jüd. Helden, des letzten Davididen von der alten Fürstenlinie, von dem die beglaubigte Geschichte zu berichten weiss. Fälschlich erzählt uns allerdings die Fürstenchronik, dass er und sein gleichnamiger Sohn die letzten ihres Geschlechts in Babylonien waren. Als nach seiner Hinrichtung in Machuza Mar Sutra’s thatsächlich ist, und wie sich ähnliches schon früher im klein. Chron. z. B. in der Notiz über den Tod des Makkabäerfürsten Simon b. Mathatia (falsch in den Drucken b. Jochanan b. M.) im Jahre 170 sei. statt 177 sei Febr. 135, wohl auch in der vom Tode Mathatia’s b. Jochanan b. Simon b. Chaschmonai (cf. Hamburger ״Encykl.“ II, 358) im Jahre 140 sei. statt 146 sei. 166a. findet. In der schon ob. S. 30 Anm. 2 erwähnten Notiz. ״Im Jahre 522 wurde ein gewisser M. Sutra, ein Sohn Bostanai’s (? oben 1. c.) Schulhaupt in Palästina“ ist ein zu grober Anachronismus enthalten, als dass wir viel Wert auf sie legen dürften und auf ihre Autorität hin M. Sutra’s III. Flucht nach Palästina, die nach dem kleinen Chronikon in zartester Jugend von ihm unternommen ward, erheblich früher ansetzen könnten. Sie wird vielmehr ebenso wie die Stempelung M. Sutra’s III. zu Bostanai’s (+ c.660) Sohn, aus flüchtiger Lektüre des kl. Chron. entstanden sein, das angiebt, der nach dem Tode s. Vaters geborene M. Sutra III. sei dort zum Resch pirka ernannt worden, ohne für das lezte Faktum ein Datum anzugeben, welchen Mangel ein flüchtiger Leser, der darauf, dass das spätere Schulhaupt um 420 ein in zartestem Alter stehendes Kind war, nicht achtete, aus letzterer Angabe auf eine ungefähre Schätzung hin ersetzte. Ebenso wird wohl auch Ihn Jachja’s Bericht (Schalschelet hakabala ed. Vened. S. 36 a), der sich auf einen קונטרלס ישן zu stützen vorgibt 'מבשנרת ף מר ווטרא מזרע דוד המלך נעשה p אלפיבם רפד (524 =) מר זוטרא ראש סנהדרין בארץ ישראלי“ entstanden sein. *) Nehardea war d. uralte Hauptstadt Babyloniens cf. oben S. 68. *) Nach alter pers. Sitte wurde in Gegenden, wo die Erbfolge in der Würde der Häuptlinge bestimmt war, ein Aufrührer in der Nähe der Haupt stadt des Bezirks hingerichtet, dessen Herrschaft er hatte an sich reissen wollen, (cf. Spiegel I, 379. Auch M. Sutra’s Todesart (Kreuzigung) war die Strafe des Aufrührers nach pers. Gesetz, S. z. B. Gutschmidt ״Geschichte