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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 125

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 125 (sequence 131)
Language
German
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125 Zcndikismus einzuführen, gewonnen hatte. (Das Paefaäamärchen würde dann eine gewisse historische Grundlage haben). Dann aber war M. Sutra’s Erhebung auf den Fürstenstuhl ein revolutionärer Akt, Rebellion gegen den Beamten des Grosskönigs. Nach dem kleinen Chronikon war es die Ermordung eines der Volksführer, des Scholarchen Isak1), der mit Cbanina, Sama oder Chama, als □הב des jungen Fürsten genannt wird, die die Flammen des Aufstandes zu heller Glut anfachte. M. Sutra II. soll 15 Jahre alt die Leitung desselben übernommen, 1 Jahre siegreich gekämpft, 20 Jahr alt den Kreuzestod auf der Brücke von Machuza gefunden haben und 520 die allgemeine Zerstreuung der Aufrührer erfolgt sein. Da wohl mit Sicherheit anzunehmen ist, dass Hinrichtung und Flucht der in die Empörung verwickelten Teilnehmer unmittelbar aufeinander folgten, so begann die Revolution um 513, sieben Jahre vor der Uebersiedelung M. Sutra’s III. nach Palästina, die um 520 erfolgte 2). Von den übrigen Zahlen ist die 20 jedenfalls, wie schon Grätz V, 420 annimmt, nur runde Angabe für 22.2) Halten wir an ihnen fest, so ergiebt sich daraus die Geburt M. Sutra’s um 4982), seine Regierungszeit von 508—5202) oder vielmehr von 513—520, da er sicherlich erst seit seiner Volljährigkeit fungierte, wie auch das kl. Chronikon berichtet. Es erhob sich also zum zweiten Mal in Babylonien ein unabhängiger jüdischer Staat auf der Stelle des alten, den vor einem ף Brüll 104 f. 109 f. erblickt in Isak einen Gegenexilarchen z. Zeit Bostanai’s (cf. unten über die Vermutung Brülls bezügl. d. beid. Exilarchen- Linien am Ende der saboräischen und am Anfang der gaonäischen Periode), in Sama oder wie er in Z. E. heisst ^חפז und dem als □חב Huna’s VI. genannten Mari Gelehrte aus derselben Zeit, die von dem kL Chron. in die Huna’s u. M. Sutra’s fälschlich hinübergezogen wären. Indessen Sama mag mit dem v. Scher. W. 18 Rabb. Sama b. Rabb. Jehuda genannten Siwan 504 verst. Gelehrten, der nach einer Nachricht daselbst Hofriehter war, nach Wallersteins Vermutung identisch sein, Mare war häufiger Name und noch öfterer Titel, neben dem der eigentliche Name oft nicht genannt wurde, und bei dem fast völligen Mangel an Quellen gerade für die Saboräerzeit darf man hier am wenigsten ein argumentum ex silentio herleiten. 2) Man wäre allerdings versucht, diese Zahlenangabe ebenfalls für eine runde zu halten, wie es die Zahl 20 für die Angabe des Lebensalters

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