Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 128)
- Language
- German
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122 Hauses aufgenommeu. Hierauf beginnt mit dem räthselhaften Passus 1נפק ברא מיד גדול) die Erzählung von dem siegreichen Aufstand der Juden unter dem jungen M. Sutra II., vor dem, wie vor den Kindern in der Wüste, eine Feuersäule, ein um diese Zeit auch in England beobachteter Comet,2) einherzog. In dieser Relation lassen sich leicht zwei Teile unterscheiden, deren erster bis zum Regierungsantritt M. Sutra’s geht. Der legendarische Charakter des Ganzen lässt sich schon aus der Darstellungsform erkennen. Es handelt sich hier darum, die unfraglich zu Grunde liegenden histor. Züge von den fingierten zu sondern. Da ist nun zunächst auffällig die entschiedene Uebereinstimmung des ersten Teils mit der sogenannten Bostanaisage.3) Und zwar ist es unsere Sage, die sich dieser durchaus nachgebildet erweist.4) Was dort harmonisch dem Ganzen sich einfügt, ist hier ungeschickt auf Mar Sutra übertragen, sodass sogar grobe innere Widersprüche nicht vermieden werden.4) So soll M. Sutra, 15 Jahre alt geworden, sich als unabhängiger Fürst 7 Jahre mit den Waffen in der Hand behauptet haben, bis er fiel und sein Sohn 520 nach Palästina geflüchtet wurde. War er aber ein nachgeborener Sohn, wie die Sage ganz analog der bostanai’schen berichtet, so fiele sein Tod, da wir den seines Vaters aus Scherira W. 18 genau auf 508 zu bestimmen 0 Manche Texte z. Bsp. Yened. 1545 lesen רבא מיד od. רבא מיר wesshalb Jost 5, S. 228 f. u. a. einen ״jüd. Gelehrten Mid. od. Mir genannt“ zum Helden dieses Kampfes gegen die Perser machen. Das richtige hat wohl Z. E. “'ולמר זוטרא ך׳ ג• f• Anhang I z. Stelle. 2) Um das Jahr 504. Cf. Mädler ״populäre Astronomie״ S. 296 cf. Barhebräus, der berichtet, um den Anfang des 6. Jahrh. ״apparuit cometa per multos dies ignis vehemens.“ 3) Ueber dieselbe siehe Seite 101 im II. Jahrgang der Brüll’schen Jahrbücher, Grätz IV. 137 ff. oben S. 26 ff. Sie ist uns in Seder hadorot Lemberg 1858 S. 68a f. u. Maasseh bet David ed. Amst. erhalten in Form eines neuhebr. Romans, der aber nur die Umarbeitung eines alten ספך זברנות בית דוד (Sed. had. 69a) ist. Diese Quelle geht, was bisher unbeachtet geblieben ist, bis auf die Zeiten der arab. Reschglutha’s hinauf, wie folg, steile zeigt. אך ראשי גליות לא נפסקו עד עתה• jJfie Reschgiutha’s haben noch nicht aufgehört bis heute.“ 4) Cf. weiter.