Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 127)
- Language
- German
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121 n. Nöldeke 484 — 488) als nicht legitim betrachtet wurde), für die Juden aber mit einem Schlage einem Schrekensregiment ein Ende machte, das eine systematische Ausrottung ihrer Volks- und religiösen Eigentümlichkeiten zum Ziel hatte, und dessen Grausamkeit ihre Fürsten am empfindlichsten getroffen hatte. Soweit sich Huna’s VI. Persönlichkeit aus dem dichten Sagengewebe, das die Dichtung, die sich um die romantische Personlichkeit ״des letzten Davididen,cc seines Sohnes, gebildet hat, in Verbindung damit um sein Bild schlang, erkennen lässt, war er einer, der energischsten und kräftigsten Männer, die dieses Geschlecht in der persischen Zeit hervorgebracht hat, der Uebergriffe und Schmälerung seiner Hechte nicht duldete und seine Autorität mit kräftiger Faust zu behaupten wusste. Das musste ein gleichzeitiger Scholarch Chanina^od.Teehina?1), mit dem Beinamen רכח der Grosse, der dem fürstl. Richter2) den Gehorsam verweigert hatte, zu seinem Schaden erfahren, wiewohl er des Fürsten eigener Schwiegervater war. Des ehrwürdigen Barthaars beraubt, der grösste Schimpf für einen Orientalen, habe er, so fährt das kleine Chronikon fort, in der כנישתא ר כהי einen Krug voll Thränen geweint. Der Himmel aber habe es gesehen und eine Pest, die göttl. Strafe, habe das ganze Fürstenhaus in einer Nacht hinweggerafft. In derselben Nacht sei dem Chanina der Ahnherr des Geschlechts, König David selbst, erschienen und habe ihn veranlasst, den noch ungeborenen Sohn seiner schwangeren Tochter, der Gemahlin des Reschglutha, zu retten. Diesem M. Sutra II., sei es dann als 15jährigem Jüngling gelungen, mit seines Grossvaters Hilfe und durch reiche Geschenke den König (Kobad) zu bestimmen, ihn anstatt des Usurpators Paehda (Fliege), der sich auf den ihm als blossem Verwandten des david. Hauses nicht gebührenden Fürstenstuhl durch Bestechung des Königs geschwungen hatte, zum jüdischen Oberhaupt zu ernennen, und Paehda habe denselben Tod gefunden, wie nach einer jüd. Sage Titus, dadurch, dass ihm eine Fliege in’s Gehirn kroch. Zum Andenken hieran sei die Fliege in’s Wappen des fürstl. *) Siehe S. 125 Anm. 1. ף Cf. Kap. IY 143.