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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 101

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 101 (sequence 107)
Language
German
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101 Als seine Hofweisen werden genannt Rabba1) mnä R. Ada (b. Ahaba)2), deren Beziehungen zum fiirstl Hofe sieb auch Aruch um 872—890, dessen von Rappaport zusammengestellte Bruchstücke (cf. Grätz V, 279) durch dieses (bei Juch. ed. Fil. S: 175 oben) wie durch ein zweites (das. S. 93 “הורדום p DJÖ זרבצמח אומר,. u. s. w. vermehrt werden können. Eine vollständige Zusammenstellung des aus diesem ältesten talm. Lexikon citierten giebt Kohut im Aruch ״Einl.“ Cf. auch Geiger D. M. G. XII, 144. Berliner ״Magaz.“ YIII, 168 f.). Ob diese Verwechselung des adiabeniscben Proselitenkönigs mit den herodäischen "גרים“> die sich auch das kl. Cbron. zu Schulden kommen lässt (oben S. 16 Anm. u. unten Anhang 1, z. st. לאספמיא.והגלה sowie z. st. אגריפם בן הורדום). nicht auf diese letzte Quelle znrückzuführen ist, ist nicht entschieden, ß. Zemach erklärt: נתן רב חסדא רשורת לרבנ^ז עוקסיז בן ראש גולה ודרש לפניו ברביבש R• Chisda erteilte Rabbana Ukba, dem Sohn des Roschgola, das Wort, und er hielt einen Vortrag vor ihm in einer zahlt reichen Versammlung.“ Es werden also mit dieser Einleitung Predigten (der Ausdruck דרש ist hierfür der gewöhnliche Bacher 1. c. S. 32) angesehener Gelehrten bei irgendwelcher feierlichen Gelegenheit, unter dem Vor• sitz des hervorragendsten Schulhaupts und in Gegenwart eines grossen Auditorium^ gehalten, bezeichnet. Falsch ist es desshalb, auf Grund dieser, soviel ich weiss, nur noch bei Mar Samuel (Beza 21b, Juch. Amsterdam, Seite 77a und Reifmann inBikkurim Jahrg. I ״über die Reschglutha’s S. 46, richtiger Zakuto in Juch. ed. Fil. S. 193 s v. ״Mar Samuel“) Vorkommenden Redefigur das Reschgolat Rabbana Ukba’s schon in R. Chisda’s Lebenszeit zu setzen. Für die Bedeutung des אדבריה naßb Levy noch zu vergleichen Ket ,17a מדברנא דאומתיה Führer, wonach es ״einführen“ bedeutete. 1J רבה b. Nachmani (gest. 330, geb. 271 nach Bacher 1. c. S. 150). So liest Grätz, vielleicht auf eine mir nicht zugängliche Ausgabe gestützt, im kl. Chronikon für ^יךר das a^e Texte bieten (IV, S. 351), wohl mit Recht, wie das Genanntwerden dieses letzteren (mit seinem vollen Namen Raba b. Josef b. Chama cf. u. S. 103 A. 2, was sicherlich bei Ukba II. der Fall gewesen wäre, hätte Rabba als Chacham beider fungiert) als Chacham Buna Mar’s I. unter anderem beweist. Ueber Raba’s Armut Moed Eaton 28 a Grätz IV, 348. Als Vertrauter des Fürsten Ukban b. Nehemia (Ukba II.) erscheint er Baba Bathra 55 a (s. oben S. 99 u. Anm. 1). Anch aus Schahh. 48 a geht mindestens hervor, dass er öfter im Exilarchenpalast verkehrte (er sieht dort von R. Sera begleitet, einen Hausdiener im Begriff, eine ungesetzliche Handlung zu begehen, verhindert ihn aber daran. Da er nur kurze Zeit gelebt hat, Jeb. 105a, Moed Eaton 1. c. cf. Bacher 148 f. u. vor Ukba II. gestorben ist, so kann wohl nur dieser der betreffende Exilarek gewesen sein. 2) Cf. S. 107 Anm. 1.

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