Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 106)
- Language
- German
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100 mit dem greisen Amora R. Chisda.1) In den Berichten von beider Umgang, wie auch sonst heisst er Rabbana Ukba2). Genauer lässt sich seine Regierung aus der Fürstenchronik fixieren. Eine der ersten Kriegsthaten des jugendlichen Shäpür (308—309) war die Eroberung Armeniens nach dem Tode Khosravs II. und der Gefangennahme seines Sohnes Diran durch die Perser, welches Ereignis von St. Martin (cf. auch Spiegel III, 375 f.) und Flathe (bei Ersch und Gruber Art. Pors. Gesch. S. 400) übereinstimmend in das Jahr 337 gesetzt wird. Die bei M. Ukban im kl. Chron. sich findende Notiz ״und in seinen Tagen zog Shäpür nach Armenien 3) und unterwarf es״ bezieht sich hierauf.3) Bald nach diesem Ereignis, das er also noch erlebte, muss Ukban aber gestorben sein, denn der חכם seines Bruders und Nachfolgers, Abbaje, starb schon im folgenden Jahre. Der Beginn seiner Regierung fällt um 313 n.4), wie aus dem kleinen Chronikon ersichtlich ist. *) Der Umgang mit ihm fällt vor 309. *) Siehe oben S. 99 Anm. 3. 3) Cf. oben S. 35 Anm. 1 über ארסא od. ארטאי das. 4) Aus einzelnen der Stellen, die sich auf sein Verhältnis zn R. Chisda beziehen, könnte man auf einen früheren Regierungsantritt dieses Fürsten schliessen. Das Pes. 119 b, Beza 20 a von Rabbana — Sota 39a von Raba Ukba vorkommende אדבריר־־, רב ח0דא ודרש iSt viel und verschieden erklärt worden. Sicher unrichtig ist wohl die Ansicht, die erklärt ״er ging mit ihm umher in der Stadt und erklärte dabei“ (so Raschi zu Beza 29a s. auch Berliner ״Magazin“ 7, S. 55). Aber ebensowenig lässt sich auch hier an die bei der Exilarchenkürung von dems. gehaltene Predigt (cf. Nathan Babli bei Juch. (d. Reschgiutha am Wahltage ודורש בעלן הפרשה אותו היום) denken, denn abgesehen davon, dass auf die Existenz dieser Sitte in der talmud. Zeit nur durch einen Rückschluss aus der arab. geschlossen wird, spricht dagegen schon das zwei- (drei?) malige Vorkommen des Ausdrucks bei derselben Person. Iudess mag diese Erklärung schon früh angenommen, und aus ihr das חכמים דברח־זו des kl. Chron. (oben S. 17 f. siehe unten Kap. IV) entstanden sein. Auch Vorträge des Exilarchen können es (wenigstens nicht ausschliesslich) nicht sein, die in der späteren Zeit an jedem Huidigungstag gehalten wurden (Grätz 1. c. 147 s. u. Kap. IV), da, worauf mich mein hochverehrter Lehrer Herr Dr. Levy hingewissen hat, ein Vortrag R. Isak’s unter Leitung s. Vaters R. Jehuda u. R. Awja unter Leit. R. Papa’s (Taanit 13b, Juch.ld. Warschau S. 41a (mitdems. Ausdruck bez. wird. Am richtigsten scheint mir die Auffassung des Uaons Zemach (wohl in seinein verloren gegangenen