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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 102

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 102 (sequence 108)
Language
German
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— 102 — * sonst naehweisen lassen. FürRabb^ der sich in der unerfreuliebsten pekuniären Lage befand1) war damit eine bedeutende Aufbesserung derselben gegeben, indem er höchstwahrscheinlich vom fürstl. Hofe unterhalten wurde 1). Sein fürstl. Beschützer überlebte ihn nur 6 Jahre. Seine Leiche führte man nach dem heiligen Lande, gemäss der frommen Sage, dass nur hier dieTodten die wahre Ruhe fänden.2) Er hinterliess einen Sohn, Abba Mar, in der Regierung folgte ihm, vermutlich, weil letzterer noch minderjährig war,3) sein Bruder Huna Mar. Mit Bestimmtheit ist weiter nichts über Ukban, jedenfalls eine der bedeutendsten Erscheinungen unter den jüd. Fürsten der pers. Periode, zu eruieren, obwohl einige charakteristische Züge, die uns der Talmud noch auf bewahrt hat, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ihn zu beziehen und zur Ergänzung des oben gegebenen Lebensbildes zu verwenden sind.4) Huna Mar I.5) der Bruder Nehemia’s II, und Ukba' II. und ein Sohn Nehemia’s, des Reschglutha von 270—313, muss *) S. oben S. 101 Anm. 1. *) Ketub. lila. 3) Siebe unten S. 106. 4) S. 98 A. 1. B. B. 22a. R. Dimi v. Nehardea brachte getrocknete Feigen in einem Kahn. Dasprach der Exilarcb zu Baba ״Geb und sieh, ob er ein junger Gelehrter“ ist, wenn ja, lasse Niemand verkaufen, bis er seine Waare verkauftbat (dazu cf. Hamburger II Art. Gelehrter S. 291 f.). Baba überträgt die Ausführung dieses Auftrages B. Ada b. Ahaba (über dens. Kidd. 72ab, Taanith 20b, Bacher 74), der aber bald darauf stirbt. Unter den Gelehrten, die sich die Schuld an seinem Tode behnessen (B. Papa, Huna ben Josua, Nachman b. Isak, der Besch Kalla war siehe das., Abbaje —) ist auch R. Josef f 333, vor welches Jahr also das Ereignis und der Tod Ada b. Ahaba’s zn setzen ist, etwa um 331, wo R. Dimi, der 388 starb, Grätz IV, 416, in der That noch ein ״junger Gelehrter“ war. Hierher könnte man auch Schabb. 135 a ziehen, wo B. Sera einen wenig bekannten R. סימול (Juch. ed. Fil. 172) auffordert, doch auf das Rechgluthagesinde einzuwirken, dieser aber seine Ohnmacht bekennen muss. Denn wenn R. Sera init dem vor 279 nach Palästina gegangenen Lehrer des Namens identisch ist, so war er um 333, wo ein Sera als Bewerber um das pumbaditanische Rektorat erscheint (Grätz IV, 355 s. 329) hochbetagt, ist also sicher um diese Zeit gest. Indessen sind wohl zwei Sera’s anzunehmen (cf. Frankels Monatsschrift I, 515 Anm. 5). 5) Hamburger II s. v. ״Exilarchen“ identificiert ihm mit dem schon genannten Mar Samuel (z. Z. Raba’s Beza 21b, Nachmans b. Isak B. 25b, R. Pape’s B. 14b). Ueber Isak Reschglutha s. Brüll VII, 115, Jeb. 115b.

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