Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 105)
- Language
- German
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- Amoraim 1× ep/1003430
- Rashi 1× ep/2781487
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— 99 — vor. Seine Regierungszeit giebt der Talmud nur ungefähr an, indem er ihn zum Zeitgenossen R. Josefs (geb. um 270, gest. 333 Seder Tannaim weAmoraim Grätz IV 353) Schabb. 56b und Rabba’s macht (f 330 Grätz IV 352, geb. nach Bacher 1. c. S. 150 f. um 271)1), dem er Traditionen über die Gültig• keit des persischen Landrechts auch für die dem Scepter der Sassaniden unterstehenden Juden, 2) worunter das berühmte דינא דמלכותא דינאמ“ mitteilt. (Die Landesgesetzes ind unbedingt bindend.) Er heisst an beiden Stellen Ukban ben Nehemia ><3ראש גלות). Vor seinem Regierungsantritt3) verkehrte er viel unter dem Vorsitz von R. Chisda Pes. 119b u. Beza 29a (מאדבריה ר׳חסדא לרבנא עוקבא ודרש♦“) und, wie es scheint, einen dritten Sota 39a (“(אדבריה רב חסדא לרב עוקבא ודרש ף Die von Alfasi u. R. Ascher gegebene Lesart Raba (geb. um 299 nach Bacher ״Agada d. Amoräer“ Anhang S. 150 f.; gest. 352; ist zu verwerfen, da von Rabba auch aus d. kl. Chron. bekannt ist (cf. S. 101), dass er als □חכ Ukba’s II. diesem näher stand, und Raba zu des letzteren Zeit noch ziemlich jung war. Ohne Gründe anzugeben nimmt Fürst ״Or.a 1847 S. 232 Anm. 334 die Lesart Raba an. Siehe unten S. 101 Anm. 1. 2) B. B. 55a im Namen Samuels. Cf. GrätzlV, 287 Weiss ״Trad.“ III, 170. 3) Die Identität Ukba’s II. mit Rabbana Ukba (oben S. 98 Anm. 2) wird abgesehen von der Namensgleichheit, erwiesen durch Schabb. 20b (s. oben), wonach Rabbana Nehemia vor 338 (dem Todesjahr Abbaje’s) und nach 336 (dem Auswanderungsjahr Rabin’s nach Babylon siehe Brüll ״Jahrb.“ II, S. 92) als Bruder des regier. Fürsten erscheint, der, da der Talmud keinen anderen Bruder Nehemia’s nennt, nur Rabbana Ukba sein kann. Nach dem S. 0. s. hat aber um jene Zeit eben Ukba II. regiert (— 337). Dass er derselbe ist wie Ukban b. Nehemia d. Talmud, beweisst der Umstand, dass er auch nach dem S. 0. s. der Sohn Nehemia's war, ferner, dass, was dort von ihm berichtet wird, sein Beiname, (wenn derselbe wie aus Synhedrin 31b scheinen könnte, ihm vom Volk beigelegt ist vergleiche Raschi das., oben S. 97 f.j s. indess S. 97 Anm. 4), seine Beisetzung in heiliger Erde (S. 0. s.), seine Beziehungen zu Rabba (s. S. 101 A. 1) auf das vorzüglichste mit den beiden talmud. Stellen harmoniert, endlich, dass der Exilarchenkat. überh. keinen andern dieses Namens zu dieser Zeit zu kennen scheint. (Man könnte daran denken, dass der dritte des Namens Ukba zu verstehen sei, nach S. 0. s. ein Bruder Ukba II., aber die Existenz eines gleichnamigen Bruders ist an sich unwahrscheinlich und das Ms. Paris zählt ihn nicht mit auf. Auch Grätz IV, 497, wenngleich aus einem nicht zutreffenden Grunde, glaubt nicht an seine Historicität. (Vergl. unten S. 105 Anm. 2.) Ukba u. R. Chisda (+ 309) über dies. s. 100 Anm. 4. 7*