Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 104)
- Language
- German
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— 98 — llkban an dieser Stelle1) erscheint, ebenso wie an anderen Orten,*) Mar Ukba,ג) kommt er im Talmud auch unter dem Namen 2 רבנא עוקבא); vielleicht auch unter dem 2רכעוקבא) 50 S. 53a später verschmolz. Aus diesem talm. Zusatz ist ein eben solcher in unser S.O. s. hineingekommen, (indem nämlich infolge Verwechselung mit dem zweiten Reschgl. des Namens Ukba, um den es sich Schabb. 56b handelt, Ukbal. oder Nathan Ukban als identisch mit Nathan dezuzita (היא נת1 דצוציתא) bezeichnet wird, und aus diesem in alle von ihm abhängigen Quellen über־ gegangen. (Cf. Tabelle im Anhang II, S.188). Nach E. C., das Nathan dezuzita mit Ukban b. Nehemia (Ukban des S. 0. s.) identificiert, könnte die Vermutung berechtigt erscheinen, dass diese Quelle, deren Benutzung des kl. Chron. wohl zweifellos ist (siehe oben), in ihrem Text eine mit der talmudischen übereinstimmende Identification des zweiten Ukban (dezuzita) mit N, dezuzita vorfaud. Aus־ der Stellung ihres N. dezuzita hinter Anan geht aber hervor, dass hier, wie sonst (oben 1. c.) der Talmud ihre Quelle war. *) Ich beziehe diese Notiz auf einen Fürsten M. Ukba, weil die ganze Situation (s. das.) nur auf einen solchen passt, und auf den Fürsten Ukban dezuzita, weil der erörterte Eingang auf den Beinamen desselben (cf. Schabb. 56 b) geht, eine Auffassung, die übrigens auch die Tradition für sich hat (s. dieselbe bei Baschi 1. c.). Im allgemeinen galt mir in allen den Fällen, wo nicht der Zusammenhang oder die genaue Bezeichnung der betreffenden Person uns Gewissheit über dieselbe giebt, die Regel, dieselben nur mit grosser Vorsicht oder gar nicht zur Zeichnung des Charakterbildes zu benutzen. Nur so ist es möglich, bei der so häufigen Namensgleichheit in jenes unkritische Durcheinanderwerfen ganz verschiedener Thatsachen, das z. B. die Crochmal’sche Schrift, so geistvoll sie unleugbar ist, so wenig brauchbar erscheinen lässt, nicht zu geraten. (S. auch das richtige Urteil Grätz’s über Crochmal’s Zwillingsschrift ״über die Patriarchen“ IV, 479). Auf unseren Ukban geht auch Schabb. 140a, wo R. Chisda (f 309, geb. 217) erzählt: ״Ich ging einmal hinter M.Ukba zum Badehause“ und ״trank dort nur einen Becher Wein,“ obwohl ich ״krank war vom Haupthaar bis auf die Fussnägel,“ da der Genuss eines zweiten vielleicht meinen Lohn im Jenseits verkürzt hätte, wogegen eingewendet wird ״Aber M. Ukba gestattet sich diesen Genuss doch jeden Tag“ und geantwortet Jsfלשאני במר עוקב der daran gewöhnt ist“. Indessen lebte auch Ukba I. noch z. Z. R. Chisda’s (s. oben S. 82), der manches von ihm zu tradieren scheint (Bacher 1. c. S. 36), jedenfalls ist von einem Prinzen des regier. Hauses, deren ausserrechtliche Stellung häufig, wie hier durch שאט bezeichnet wird. Cf. Ket. 60b s. unten, Kap. IV, die Rede.) 2) Rabbana Ukba kommt zusammen mit s. Bruder Rabbana Nehemia Chul. 92 a als Fürstensohn vor zur Zeit Rabba’s, mit dems. Bruder z. Z. R. Chisda’s, den sie ermahnen, eine richterl. Entscheidung nach der Ansicht ihres Grossvaters Rab zu treffen B. B. 51b s. oben S. 97, hält zwei Vorträge