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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 90

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 90 (sequence 96)
Language
German
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masslich fällt die Vermählung einer Prinzessin aus dem Fürstenhause, Jalta, deren Verwandtschaft^ Verhältnis zu ihm sich nicht näher feststellen lässt, mit Nachman ben Jakob (225—320) in Nathans Regierung. Die hierüber notwendigen näheren Erörterungen ergeben zugleich die Haltlosigkeit aller an Nathans Principat gehegten Zweifel und die Grundlosigkeit der für das Principat des mutmasslichen Vaters der Jalta, Rabba b. Abbuha, gebrachten Beweise, welchen man an seine Stelle setzen wollte.1) Nathans 1• nur R. Scheschet, dessen Todesjahr nicht bekannt ist, nicht aber Juda b. Jecheskel f 299 betrachten Jahrb. 1. c. 95. Im Talmud Erachin 89a, Gittin 67 b, Erubin 11b erscheint R. Scheschet aber gerade in nicht freundl. Verhältniss zum Fürsten, dessen Einladungen zum Diner er ausschlägt, dessen Diener ihn hassen und seinen Bedienten einsperren. Dieser Fürst des Talm. war also entweder Nathan’s Nachfolger, Nehemia I. od. R. Scheschet (u. wohl auch Juda b. Jech., bekannt wegen seines unabhängigen Charakters und nach Kidd. 70a wenig befreundet mit Nachman b. Jakob, dem Schwiegersohn des fürstlichen Hauses) bekleidete die Stelle als חכס desselben nicht lange, vielleicht, bis R. Nachman infolge seiner Verschwägerung mit der Exilarchenfamilie die gesetzl. Regelung des Haushalts übernahm. ף Schon Heilprin hat in Seder hadorot s. voce ״Nachman b. Jakob“ Rabba ben Abbuha’s Aufforderung an die ״Gelehrten“, den Stammbaum Nachmans b. Jakob genauer zu prüfen, da er mit der Absicht umgehe, ihn zu seinem Schwiegersohn zu machen, (Jebamot 80 b) und die mehrmals vorkommende Bezeichnung R. Nachmans als חתניה דבי נשיאה *n der Weise kombiniert, dass er den Schluss zog, dieser Gelehrte, dessen Aussprüche gerade R. Nachmann häufig tradiert (s. Bacher S. 81 Anm. 18) habe die Reschgolawürde bekleidet. Ebenso argumentiert Fürst in seiner ״Litteraturgeschickte der J. Asiens“ S. 104 u. Bacher S. 46 Anm. 2. Damit stimmt, dass Scherira, wenn er seinen eigenen davidischen Ursprung rühmend hervorhebt und sonst, Rabba b. Abbuha als seinen Ahnen (קננו!) nennt. Chron ed Wallerst. S. 18, in Juch. S. 84 1. cf. 87 a, 88 b. Aus dem Ausdruck ״u. Rabba b. Abbuha unser Ahn, der מן דבית נשיא״“ (S. 85a) geht aber, auch wenn man, gestützt auf den oft nachzuweisenden Sprachgebrauch Scherira’s $. oben S. 42 Anm. 2, hier die Identität von נשיא u• ריש גלוחא annehmen wollte, nur hervor, dass Rabba b. Abbuha ein Prinz des Exilarchenhauses gewesen ist, und auch der auf talmudische Quellen gestützte Beweis, auf denen Scherira’s angebl. Tradition (S. 85 a) vielleicht im Grunde beruht ist nicht einmal insoweit stichhaltig, dass wir auch nach dem Talmud R. b. A. zum בית נשיא rechnen müssten. Indessen die Wahrscheinlichkeit der oben gegebenen Schlussfolgerung, dass Rabba b. Abbuha eben der ״Nasi“, mit dem Nachman b. Jacob verschwägert war, gewesen wäre, zugegeben, so ist

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