Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 89

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 89 (sequence 95)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2418846-2418861--1805-2420700
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

89 Nathan und Nehemia lässt sich wohl ebensosehr in Folge ihres fast völligen Abtretens vom historischen Schauplatz, wie wegen der Mangelhaftigkeit und dürftigen Beschaffenheit der lieberlieferung für die Fürstengeschichte im allgemeinen, noch weniger feststellen. Zur Bestimmung ihrer Functionsdauer ist ein Anhaltspunkt in einer Notiz gegeben, die wenn auch im Zakuto’schen Auszug anders lautend, sich doch chronologisch genauer fixieren lässt.ג) Beider Regierung wird also die Zeit zwischen der Zerstörung von Nehardea, nach welcher Huna II. gestorben ist (oben S. 84) und der Judenverfolgung von 313 auszufüllen haben. Da wir Nehemia eine ziemlich lange Functionsdauer einzuräumen haben, so wird Nathan I. um c. 260—270 zu setzen sein.* 2) Als seine Hofgelehrten nennt das kl. Chronikon R. Jehuda ben Jecheskel (220—299) und R. Scheschet2) Mut- ף Das Zakuto’sche Excerpt setzt ausdrücklich ,לבזמן נחמיר (während die übr. Texte dies, unter ״Nathan“ haben) eine Judenverfolgung durch die Perser und verdient insofern gewiss Glauben. Dagegen ist die von ihm gegebene Jahreszahl (175 destr. 243 .= קעה) korrumpiert aus der von den übr. Texten gegebenen Lesart 313 (245 destr. t. רמה)• Dean Shäpurs I. Judenfreundlich־ keit ist viel zu entschieden bezeugt (Grätz IV, 288 f.), als dass man unter ihm einen Verfolgungsakt annehmen dürfte. Auch erlitt die christl. Kirche in Eran um 317 ebenfalls eine Verfolgung. Cf. Theophanes ed de Boor Seite 25. rtjg &tiaq oayy.ojofoig inj ti£'. (Natürlich kann also von einer Be* teiligung der Juden an dieser Verfolgung, wie sie Nöldeke ״Tabari“ S. 68 Anm. noch wahrscheinlich findet, nicht die Bede sein) cf. das. 2) Brüll in seinem öfter angef. Exkurs über d. S. 0. S. (Jahrb. II, 90 ff.) erklärt die Zahlangabe beider Texte, des Z. E. u. des gew., in bezug auf die Judenverfolgung, (nach Z. E. unter Nehemia um 175 destr. t. 243, nach den s. Texten unter Nathan um 245 destr t. 313(, die er mit d. gew. Texten unter Nathan stattfinden lässt (cf. vor. Anm.) für korrumpiert und קס*ח״ daraus ein Copist ר׳מה gemacht“, für das Originaldatum, sodass dieses Faktum unter Ardschlr um 233 fiele, und lässt im Zusammenhang damit Nathan I. von 225—240, Huna II. 210—225 (die Notiz über Nehardea’s Zerstör, um 259 oben S. 87 wäre darnach verschoben s. aber Brüll 1. c.) u. Ukbal. von 190—210 (derselbe soll trotzdem Zeitgenosse des 257 f Samuel gewesen sein cf. II, 90 f.) fungieren. Infolge dieser Festsetzungen, zu denen Brüll durch seine Beziehung der ,.Eroberung Armeniens durch Shaper“ unter Ukba b. Nehemia (Ukba II., nach Brüll Ukba III.) auf Shäpur I. u. d. Jahr 253 genötigt scheint cf. S. 35 Anm., kann er natürlich als ״Hofweisen“

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.