Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 90)
- Language
- German
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84 3. bis 5. Jahrhunderts gewinnen, aus dem kaum einzelne Züge der allmähligen Entwickelung desselben klarzustellen sind. Wir sind also für den grössten Teil dieses Abschnitts wesentlich auf die Feststellung der Diadoche beschränkt und selbst für eine irgendwie genauere Bestimmung der Regierungs־ zelten fehlen oft genug alle Grundlagen, oder die solche gebenden Notizen sind korrumpiert resp. am Unrechten Platze in dem kleinen Chronikon befindlich.1) Durchaus unnötig ist eine solche Annahme für die bei dem Nachfolger Nathan Ukban’s sich findende Angabe, die die Eroberung Nehardea’s durch Papa bar Nezer in seine Zeit setzt.2) Dieselbe fand aber nach anderen Quellen2) um 259 n. statt, und so ist hierdurch die Abgrenzung der Regierung R. Huna’s II. von c. 240 bis c. 260 gegeben. Wenn die kl. Chron. von ihm wissen will, dass er, wie sein gleichnamiger Grossvater (Huna I. oben S. 70 f. u. Anm. 1) sein Grab in Palästina und zwar neben Chlja rabba gefunden habe, so hat wahrscheinlich der Autor dieses Berichtes sich eine ähnliche Verwechselung zu Schulden kommen lassen, wie der Talmud selbst an den oben S. 70 f. Anm. 1 besprochenen Stellen, indem er, was von dem suranischen Rektor R. Huna (f 297) gilt, auf den 40 Jahre vorher gestorbenen Fürsten dieses Namens übertrug3). Mit Huna II. beginnt, wie es scheint, *) Indess ist das nur in den gewöhnlichen Ausgaben in starkem Maasse der Fall, während der auf Grund der beiden von mir benutzten Handschriften des Seder Olam sutta und des Zakuto’schen Auszug’s, sowie der oben S. 7 zusammengestellten und S. 41 bis S. 53 ausführlich besprochenen Quellen revidierte Text nur höchst selten zu einer solchen Annahme nötigt (s. oben S. 38 Anm., 35 A. 1, 89 Anm. 2, 93 11. s.). Grätz IY Note 58 und besonders Brüll ״Jahrb.“ II Anh. S. 92 ffl, der einzige, der sich ernstlich bemüht, in einem Anhang zu seiner trefflichen Arbeit ״Der Talmud als Schriftwerk“ an der Hand des kleinen Chronikon, nicht aber unbestimmt gehaltener und willkürlich gedeuteter talm. Notizen, die Fürstenliste der pers. Zeit herzu״ stellen, wirft dessen Berichte, meist geleitet von solchen, in der buntesten Weise durcheinander. 2) Odenat. Näheres S. 34 Anm. 6. H) Der Talmud verwechselt jer. Kilaim S. 32 a, Kohelet rabba 78 b> Kapitel 107 d den Exilarchen Huna I. (170?—210 oben) mit dem Schulhaupt von Sura R. Huna. (— 297 oben 1. c.). Dass dieser nicht selbst