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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 85

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 85 (sequence 91)
Language
German
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85 eine neue Periode der jüdisch babylonischen Fürstengeschichte. Nachdem unter dem priesterfreundlichen ersten Sassaniden das Reschgolat eine Art Sedisvakanzx) zu verzeichnen hatte, insofern als der von Artaban (Ardevän) bestätigte Mar Ukba die Anerkennung seiner Würde nicht erlangte,l) trat unter dem Römerfeind Shäpur I. (240—270 n. Mordtmann), dessen ganze Regierung von meist siegreichen Kämpfen gegen das Nachbarreich ausgefüllt wurde, und der jedenfalls auch wegen der in diesen für ihn wertvollen Unterstützung der Juden2) Exilarch war, beweist Grätz aus Sanhedr. 5b und Gittin 7a (IY Note 52). Dasselbe gebt aus Sanhedr. 44a 11. jer. Sota Per. 5 Hal/5 hervor (Yergl. auch Anna, oben S. 73 f. S. übrigens auch Bacher S. 60). Huna II ist wohl Rut rabba 44 b mit diesem R. Huna verwechselt, der nicht viel später lebte. Indess wäre es auch möglich, dass er wirklich hier gemeint ist; über die Stelle siehe weiter S. 87 A. 2. Wenn die gleiche Verwechselung (Huna II. mit R. Huna von Sura) im klein. Chron. anzunehmen ist, so ist wohl der ganze Passus od. die letzten 3 Worte als Glosse aus Moed Katan 25b, jer. Kilaim 32 a anzusehen (oben S. 38 Anm. 1 Nr. 5). Indess wäre es denkbar, dass das Grab Chija's, nach jer. Taanith Seite 68 a cf. oben Kap. II. eines Davididen und nach Berliner ״Beitr.“ 38 Anm. 1 aus Kafri, dem Sitz Mar Ukba’s (oben S. 83), seines Verwandten, zum Familienbegräbnis des babyL Fürstengeschlechts in Palästina geworden war, (cf. auch jer. Ketubot 35 a ל(ניר»ביה גבי ר' הייה דהוא מן דודהון weichem also beide Huna ebenso wie später vielleicht auch Ukban dezuzita die letzte Ruhe fanden. *) Diese oben S. 80 f. ausgesprochene, an sich begründete Hypothese erhält noch eine starke Stütze dadurch, dass das Verzeichnis der Erzbischöfe von Seleucia eine in die Zeit des UebergaDgs der Herrschaft auf die Sassaniden fall. Lücke (—247) zeigt. S. Spiegel III, 719. Die Lage der Juden und Christen im Perserreiche war in mehrfacher Hinsicht gleich, wenngleich die der letzteren durch ihr freundliches Verhältnis zum römischen Kaisertum, seit dieses zu ihrer Religion sich bekannte, sehr verschlimmert werden musste. Cf. Spiegel III, 332 ff. Aus dieser Analogie ihrer politischen Stellung lassen sich oft wichtige Schlüsse für die Geschichte beider ziehen. Für die!arabische Zeit s. Grätz V. 161 f. 2) S. oben S♦ 61 f. Es wird hier der Ort sein, auf einige ausdrückliehe bisher kaum beachtete talmud. Zeugnisse für die lebhafte Teilnahme der Juden an den kriegerischen Bewegungen der Perserzeit hinzuweisen. Bei dem לפולמוסן דמלבא dem Nehardea und die Rabbinen daselbst z. Z. Samuels preisgegeben waren, hat man allerdings wohl an einen pers. Heerführer zu denken (z. Z. des Ardashir? die Stelle ist Ber. 30 b cf. Berliner ״Beitr.“ 48). Dagegen kämpfen 12 000 Juden in מזעןיי-} קסךי■ (Mazaka

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