Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 85)
- Language
- German
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79 Partherreiches und der Arsacidendynastie um 226 endigten *), diese selbst fast ganz in die Regierung des ersten Sassamden, dessen Tod er schwerlich überlebt hat (um 240). Es ist undenkbar, dass die Familie nach dem Fall ihrer alten Lehnsherrn, zu denen sie, wie die Juden überhaupt2) sicherlich noch während der Entscheidungskämpfe der letzten Zeit treu gehalten hat, zu dem von Religionsfanatismus entflammten Sieger sofort in das gleiche Verhältnis getreten wäre. Ja bei den intoleranten und priesterlichen Einflüssen, wie kaum Peroses (oben S. 34 u. S. 124 f.) zugänglichen Charakter des Ardashir ist es unwahrscheinlich, dass er selbst das jüdische Oberhaupt je anerkannt hat. Vielmehr zeigten die Neuperser während seiner Herrschaft eine Verfolgungswut, die hinreichend charakterisiert wird durch die Schilderung, die Levi ben Szissi von ihnen entwirft. ״Wenn -jene (die Parther) gleichen den Herren des Königs David3), so sind diese wie die Teufel.“4) Von Ardashir scheint sogar eine förmliche Judenverfolgung ausgegangen zu sein5), was sehr gut stimmen würde mit dem, was sonst von des genannten Verbots eingedenk zu sein und die Frage nach dessen Begründung eine feine Form derselben. Man darf auch hier dem grossen Historiker beistimmen, wenn er den Gaon als Muster histor. Akribie (z. B. V, 428) rühmt und als besonders wertvoll für uns die von ihm durchgängig benutzten für uns sonst verlorenen Traditionen darstellt (cf. z. B, Grätz IV, 561 Note über Meremar). *) Spiegel 241 ff. Ueber das folgende siehe unten. 2) Rab war, wie uns berichtet wird, ein vertrauter Günstling des unglücklichen letzten Partherkönigs Ardevän (Artaban), der ihm einmal Perlen zum Geschenk gesandt haben soll s. Grätz IV. S. 315, Hamburger Encyklopädte II, s. v. Rabh S 960. Cf. auch Hoffmann 1. c. 39; bei der Nachricht von seinem Tode sprach er נתפרדה חבילה das Band ist gelöst. (Ab. 8. 10b f. dasselbe wird R. Jehuda hanasi in den Mund gelegt bei Gelegenheit des Todes des Antoninus das.) 3) Ueber den Vergl. s. die interessante Bemerkung bei Bacher ״Ag. d. T. S. 9 Anm. 48. 4) Kidd. 72 a. Oben S. 34 Anm. 2. Vergl. Grätz IV, 328 ff. Hoffmann I. c. 38 ff. Nach Nöldeke ״Tabari“ 68 Anm. sollen unter חבריבש vielmehr die Magier zu verstehen sein. (Herbeds, cf. Wiesner ״Schol.“ 1,22,23. Anm.) 5) Oben 1. c., cf. auch Brüll II, S. 93 Anm., Der Passus gehört in Ukba1s Zeit.