Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 79)
- Language
- German
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73 eruieren (vergl. die Biographie R. Chija's von R. Kirchheim in Orient“ 1848. S. 646.) Ueber das Todesjahr Jehuda hanasi’s aber ist bekanntlich, da auch hier genauere Angaben fehlen*) ein wissenschaftlicher Streit entbrannt, der noch zu keinem feststehenden Resultate geführt hat. Man schwankt zwischen den Jahren c. 190 n. und e. 220 n. * 2). Nach der letzteren Ansicht, die sich auf den Bericht Scherira's stützt, Rabbi sei bei der Auswanderung Rab’s nach Babylonien um 219 n. 2) noch am Leben gewesen3), und gegen die ein schlagender Grund, wie mir scheint, bisher noch nicht vorgebracht ist, wäre das Sterbejahr R. Huna’s auf c. 210 n. festzusetzen. Hierfür Hessen sich vielleicht auch talmud. Andeutungen finden4). Für die Art und Weise, wie er sein Amt auffasste und ausübte, muss man sich hüten, aus der frommen Handlung, die sein Leben beschloss 5), allzuviel schliessen zu wollen 5). Es scheint nicht, dass sie sonderlich verschieden war von der Nechunjan’s. Wenigstens waren die Rabbinen mit ihm nicht eben zufrieden6). Die hohe ף Cf. Grätz 231, 232 ff. 2) Gewöhnlich ist diese Frage behandelt worden gelegentlich der Forschung über die Antoninussage. Litteratur über dies. Rapöport. ״Frech Millin“ voce A., Zeit. d. Judent. 1853 S. 20, Grätz, IV Berlin 1853 Note 43, ״Ersch44 u. ״Gruber44 Art. Juden S. 15—20 S. 183 Anm, 84; ’״Or “ Jahrg. 1849, Litt. bl. 11, Bodek ״M. Aur. Anton44; Rapoport, Grätz (IV, S. 251 f), Frankel ״Darke hamischna4‘ S. 29 u. 203 Anm. 5 entscheiden sich für 193; in der zweiten Auflage dagegen setzt Grätz Rabbi’s Tod um 210, nach Jost ist R. erst 230 gest.; — Das Jahr 219 wird statt der and. Lesart 189 jetzt allgem. festgehalten. 3) Sch. in Juch S. 86b. 4) Wenn der Seb. 46b unt., wie es scheint, als Lehrer Samuels (f 257) auftretende Huna mit dem unsern ident, sein sollte, (Jost ״Gesch. d. Judentums u. s. Sekten4‘ II, 136) so müsste dieser mindestens 210 noch gelebt haben. S. Chulin 13a, Menachot 110a unt. und Crochmal ״Schob44 S. 35. Doch vergleiche dagegen Juchasin ed. Filip. S. 128 s. r. ״R. Huna“, Hoffmann in ״Mar Samuel44 S. 70. 5) Denn dass seine Ueberführung nach Palästina nur die Folge seines eignen auf dem Totenbett oder im Testament geäusserten Wunsches war, ist ohne weiteres anzunehmen. S. oben S. 73. 6) Die Söhne des aus Babylonien stammenden (oben S. 62. Or. 1848 S. 611) R. Chija, Jehuda und Chiskija, verraten das bei einem Gastmahl