Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 78)
- Language
- German
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72 letztere hundert Jahre später fallenden Thatsache bezüglichen Relationen von den übrigen, ergeben sich uns aus diesen zwei Momente für die Feststellung des Todesjahres Huna I. Dasselbe muss später als dasjenige Rabbi Jehuda hanasi’s und R. Chija’s, seines berühmten Freundes gesetzt werden. Leider ist damit nur ein schwacher Anhaltspunkt gegeben. Was zunächst R. Chija betrifft, so ist er höchstwahrscheinlich nach Jehuda hanasi gestorben, wann, ist durchaus nicht genauer zu לחרנא בא dann ארונו בא)* die übrigens auch hier historisch sein kann (cf. das.), ist um so weniger ein Verdachtsgrund, als sie in den übr. Relationen vom Tod des Rabbi Huna fehlt. Solche Relationen sind Jer. Kilaim 9, 4 S. 82a (wo auch, wie jer. Ket 35a, die über Huna, den Fürsten, steht), Kohelet rabba 78 b und Ket jer. 35 a. In den beiden ersten ist einmal von einem "רב הונא ראש גלותא« die Rede, aber beide kopieren mit ganz leichten Varianten so völlig Moed Katan 25 b. (um das wichtigste zu erwähnen, es erscheint nicht allein hier, wie dort, der Greis Chaggai, der die Aufgabe übernimmt, den Leichnam, wie dort den des Resch methibta, im Grabgewölbe neben R. Chija beizusetzen, sondern auch als Leidtragende, wie dort, die bekannten judäischen Lehrer R. Ami und R. Assi (um 280 s. oben)» die wohl Zeitgenossen des Resch methibta, keineswegs aber des Reschglutha Huna z. Z. Rabbi’s waren), dass wir in dem einmal vorkommenden ראש גלותא nur einen aus dem S. 70 f. gesagten leicht erklärlichen Zusatz sehen dürfen, um so gewisser, als in der Parallelstelle jer. Ket. 35a, die sonst mit beiden fast wörtlich stimmt, derselbe fehlt. (Weissmann in Jeruschalmi ed. Grätz fügt fälschlich denselben in Klammer hinzu und Grätz IV Note 52 S. 549 zählt gar Ketub jer. 1. c. unter den Stellen auf, die den Amora R. Huna zum Reschglutha machen, zugleich mit Gen. rabba c. 33 c, wo sich die Erzählung von diesem R. Huna überhaupt gar nicht findet, während Kohelet rabba Kap. 107d übersehen wird. Die in der Note folgende Bemerkung darüber, dass das S. 0. sutta diesen R. Huna nicht zum Reschglutha mache, vielmehr nur berichte, dass zur Zeit Anan’s R. Huna gestorben sei und nach Judäa geführt wurde u. s. w. erweist sich ebenfalls als falsch durch das Par. Ms. S. 176.) Es ist daher unrichtig, auf Grund dieser Glosse den suran. Rektor zum Reschglutha zu stempeln, wogegen ausdrückliche talmudische Zeugnisse sprechen (Grätz 1. c.) So ist es neuerdings wieder von Crochmal geschehen Scholl. S. 41 unten ff.). Aus dem Exilarchenhause stammte er allerdings. Das bezeugt Scherira in Juch. S. 87 a. Der Bericht über den Exilarchen Huna I. in Gen. r. c. 33. c. findet sich vor dem über den Rektor R. Huna auch in Jer. Kil. 1. c., Ket. jer. 1. c. Ueber die Beerdigung des Exilarchen Huna II, in Paläst. siehe oben S. 33. Zusatz ist d. ״Reschgola“ auch Rut rabba 44 b.