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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 70

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 70 (sequence 76)
Language
German
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IRI
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70 von einem sonst als Gelehrten unbekannten Huna gerichtete religiöse Frage Meila9a (Herzfeld III, 261 f. cf. Fürst מOrient“ 1847 8. 183 oben S. 69 Anm. 2) auf ihn zurückzuführen sein sollte. Sein praktisches Leben aber spiegelt den durch die Neubelebung der religiösen Studien unter Chananja religiös vertieften Zeitgeist wieder in dem einzigen Akt, den uns der Talmud von ihm erhalten hat, wenn er auch nicht mit ausdrücklichen Worten darauf hinweist, nämlich in seiner testamen־!arischen Verfügung, seine Leiche nur in geweihter Erde bei־ zusetzen. Ueber die Beisetzung im heiligen Lande selbst existieren so viele und so ausführlich gehaltene Relationen, dass man daraus auf die Bedeutsamkeit des Ereignisses schliessen kann, welche dasselbe unfraglich durch seine Neuheitx) in den Augen der Zeitgenossen erhielt. Diese talmudischen Nachrichten bedürfen übrigens einer genaueren Untersuchung desshalb, weil die bald zur frommen Sitte in Babel* 2) wie später unter den Juden überhaupt3), gewordene Ueberführung der Todten nach Palästina, wie bei zwei2) der folgenden Exilarchen, so auch bei dem hochberühmten mit dem Exilarchenhause verwandten (Scherira W. 16) Gesetzeslehrer R. Huna (257—297 Scholarch von Sura) stattgefunden hat und damit Ursache zu auch sonst nachweisbaren (71 Anm.) Verwechselungen des Fürsten und des dem Fürstenhause nahestehenden Rektors gegeben war. Der gleiche Name, die hohe wissenschaftliche Bedeutung, vor allem die Abkunft aus dem Exilarchenhause, deren sich das berühmte Schulhaupt von Sura rühmen konnte, gab den Anlass zu mannigfaltigen Verwechselungen oder Identifieierungen desselben mit seinem Ahnen, dem regierenden Fürsten Huna I. Die Sage, die sein Leben, seinen märchen־ haften Reichtum, die Anzahl seiner nach Myriaden zählenden *) Oben S. 21. Das Seder Olam sutta, das Huna I. unter der Namensform Anan kennt, ist gerade in diesem Teile seiner Fürstengeschichte wo dieselbe beginnt einen glaubh. histor. Charakter zu tragen, stark korrumpiert. Ursprünglich hat hier wohl die bei Chiskija befindliche Notiz gestanden S. 23. 2) Huna II. und Ukban dezuzita. Die auf ersteren bez. Angabe ist indess eher ein Zusatz S. 38 Nr. 5. 3) Cf. Hamburger Encykl. I, S. 475.

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